Allgemein

Mein Blog und worüber ich schreibe.

Für dich schreibe ich diesen Blog.

Dies ist mein neuer Blog. Wie manche schon am Namen erkennen können, handelt es sich um das Häkeln. Das englische Wort crochet für Häkeln gefällt mir so gut, dass ich daraus meinen Blog- Namen gemacht habe. Crochetta.  Dieser Name steht für den Blog, aber auch für meine Seite bei Facebook

Also mein Häkel- Blog beschreibt meine persönliche Sicht auf die schönste Handarbeit der Welt. Ich zeige dir meine Arbeiten in Bildern und natürlich auch meine Gedanken dazu in Texten. Ich lasse dich teilhaben an meinen Ideen, aber manchmal auch an meinen Irrwegen und gelegentlichen Umwegen. Kontakte zu anderen Menschen und besonderen Situationen, die im Zusammenhang stehen mit meiner Leidenschaft poste ich  hier auch gerne. Ich schreibe hier nichts über mein Privatleben, meine Familie, mein Haus, Garten, Auto, Wohnmobil etc.

Für den Rest der Welt schreibe ich Anleitungen

Wenn man häkelt, braucht man Anleitungen, die gab es früher in Zeitschriften und heute als download im Internet. Mit einigen war ich nicht ganz zufrieden, mir fehlte oft ein klärender Satz zwischen den vielen unheimlichen Abkürzungen. Manchmal habe ich etwas verändert oder umgestaltet und habe mir Notizen gemacht.
Doch irgendwann habe ich dann komplette Anleitungen geschrieben. Und nach vielem Korrektur- Lesen, mein innerer Perfektionist ist da gnadenlos, habe ich dann begonnen, diese im Internet zu veröffentlichen. Die Online- Anleitungen von mir gibt es bei Crazypatterns , MyPatterns   und bei myboshi. Auch da heißt mein Shop Crochetta.

Was noch wichtig ist

Häkeln ist viel mehr als nur „Handarbeiten“, es ist eine Form der Freizeitgestaltung, die einerseits Fantasie, Planung und Gestaltung erfordert, aber auch die Finger und damit alle Sinne einbezieht und somit eine gelassene Sicht auf das Werk und zugleich die Welt ermöglicht.

Ich öffne dir die Tür zu dieser Welt…..

Allgemein

Ich bin mit meinem Blog umgezogen

Hallo an alle, die meinem Blog folgen und regelmäßig mitlesen.
Seit dem 11. 5 2021 habe ich eine eigene Homepage
www.crochetta.de

Im Shop dieser Website stelle ich meine Anleitungen zum Download bereit.
Diesen Blog habe ich inhaltlich komplett mitgenommen, er ist ebenfalls Teil der Homepage.
Ich habe den Blog etwas entrümpelt, ältere Beiträge gelöscht und auch schon wieder neue geschrieben.
Meine aktuellen Themen sind meine neuesten Häkelarbeiten, da schreibe ich, wie ich zu diesem Design gefunden habe.
Und vermehrt will ich auch Beiträge schreiben, in denen ich kostenlose Anleitungen anbiete.

Zudem gibt es einen Newsletter mit noch wenigen, die sich dazu angemeldet haben.
Sobald das mehr wird, versende ich Newsletters mit ganz aktuellen Themen.
Diesen Blog lasse ich noch bis Ende des Jahres online, so kannst du in Ruhe zu meiner Homepage wechseln.

Schau dich um, lies meine neuesten Beiträge, trage dich ein für den Newsletter und genieße die bekannte Qualität meiner Texte.
Das ist mein letzter öffentlicher Beitrag hier.
Ich freue mich, dich auf meiner Homepage begrüßen zu dürfen.
Herzlichst deine crochetta

Andrea Stertz

Allgemein · kreative Menschen · Projekte

Die „Rauhnächtedecke“

Vor einiger Zeit habe ich einen Beitrag geschrieben über ein neues Muster und die Garnreste, die da hineinpassen sollten.
Hier kannst du ihn noch einmal lesen.
Der Name „Rauhnächtedecke“ ist ganz einfach erklärt. Ich habe nach Durchsicht aller meiner Garn- Reste, die ich gerne verwerten wollte, am 2. Weihnachtstag damit begonnen. Mitten in den Rauhnächten, in der dunkelsten Zeit des Winters.
Denn ich plante Großes, ja es sollte eine Decke werden.

Und dann machte ich immer weiter, fast jeden Abend. Das sehr einfache Muster konnte ich selbst bei den spannendsten Krimis noch weiter häkeln. Und wenn ich merkte, eine Farbe ging zuende, dann beeilte ich mich extra, nur um herauszufinden, wie das neue zweite Garn wohl zu dem bisherigen passt. Zwischendrin hat mir eine Freundin noch Mohairgarn geschenkt, das habe ich mit eingearbeitet. Und einige ungeliebte Ufo’s die ich aufgetrennt hatte, fanden eine neue Heimat.

Natürlich ging einige Zeit ins Land, und das Frühjahr mit den warmen Temperaturen ließ auf sich warten.
Ich fror sehr oft und liebte es, an meiner Decke zu werkeln und mich zugleich schon von ihr wärmen zu lassen.
Ich habe alles abgemessen und sie meinem Bett angepasst und dann war sie endlich fertig, genau am Ostermontag, spät abends. Für eine Decke beachtlich schnell. Im linken Bild habe ich versucht, sie auf meinem Sofa abzubilden, rechts liegt sie fertig auf meinem Bett, natürlich noch uneingerahmt.

Dann fand ich im Stash noch ein wirklich schönes Garn und habe sie dann in einer weiteren Aktion, die 2 oder 3 Tage dauerte, umrandet. Zuerst mit einer Runde fester Maschen, dabei habe ich die seitlichen Fäden so gut es ging, mit überhäkelt. Trotzdem blieben noch genügend Fäden übrig, die ich manuell vernähen musste. Danach folgte eine weitere Runde nur mit halben Stäbchen.

Und was sich während dieser kreativen Reise noch ergab, war ein eigenes Design im Corner to Corner Muster.
Das heißt Tischset in Lieblingsfarben und du kannst es hier herunterladen.
Dazu habe ich noch kleine quadratische Tassenuntersetzer gehäkelt, die habe ich in einem Video verarbeitet, also ich habe anhand dieser Teile das C2C (Corner to Corner) Muster erklärt. Wenn du Lust hast, dir das anzuschauen, um vielleicht selber so eine Decke zu häkeln, das findest du hier.

Das war sie also, meine Rauhnächtedecke, begonnen als winziges Dreieck und nun aus meinem Leben nicht mehr wegzudenken. Eine Freundin von mir sagte sogar, das ist deine Herzensdecke. Ja, das ist sie.
Mach es doch wie ich, dann bleibst du im Flow.

Allgemein · Projekte

Mein Plan, Wollreste zu verwerten

Geht es dir auch manchmal so? Du stellst erschrocken fest, dass du mehr Garn im Haus hast, als du je in deinem Leben verarbeiten kannst. Also ich erschrak, vielleicht macht es dich ja glücklich, von vielen wunderbaren Garnknäulen umgeben zu sein. Wolle kaufen, sammeln und zuhause aufbewahren wird von vielen Menschen als ein eigenes Hobby betrachtet.
Nicht von mir. Wolle und Garne sind die wichtigsten Materialien, die ich für meine Leidenschaft brauche. Aber wenn ich vor meinen Regalen stehe, weil ich etwas suche und feststelle, dass da noch Garn liegt, dass ich seit fast 10 Jahren besitze und nichts daraus gemacht habe, werde ich schon nachdenklich.

Ich wollte was tun. Zuallererst habe ich mal aussortiert, also ganz winzige Wollreste und auch sehr kleine Projekte, die ich nie fertig gestellt habe in eine Tüte. Danach habe ich einen leeren Karton gepackt mit Resten, also 50 bis 100 Gramm von Garn, das ich auch nicht weiter verwenden möchte. Den Inhalt dieses Kartons habe ich bei ebay Kleinanzeigen zu verschenken eingestellt, nur für Abholer.
Nach knapp einer halben Stunde wurde alles abgeholt und ich hatte Freude daran, jemanden eine Freude gemacht zu haben. Danach war es leicht, die winzigen Reste wegzuschmeißen. Und innerlich machte sich eine Art Erleichterung breit. Es tat gut, etwas loszulassen

Jetzt schaute ich mir weiter an, was ich so hatte. Und stellte fest, ich habe sehr oft dünnes Sockengarn gekauft von Märkten und von Handfärbern, fast immer nur 100 Gramm- Stränge. Die waren zu wertvoll zum Verschenken, die wollte ich gerne verarbeiten.


Eine Decke kam mir in den Sinn, die sollte so bunt sein wie meine Garne, die ich dann auch doppelfädig verwenden wollte. Danach bekam ich einen Ideen- Stau. Wie sollte sie aussehen? Also gestrickt oder gehäkelt?
Am Stück oder aus Teilen zusammen gesetzt? Ich drehte mich im Kreis, das war schlimm, ich hatte keine Idee.
Dann kam der Alltag dazwischen, ich räumte die Küche auf, sortierte meine Kleidung und reinigte meinen Fußboden. Danach kam ein Anruf wegen etwas ganz anderem und als ich auflegte, wußte ich plötzlich, wie ich es machen wollte.

Ich wollte eine Decke häkeln im Muster C2C. Das heißt „Corner to Corner“ also von Ecke zu Ecke. Es handelt sich um Stäbchen- Gruppen, die wie kleine Kästchen gearbeitet werden und die Kästchen der nächsten Reihe werden in die entstehenden Zwischenräume gearbeitet. Es ist ein wenig diagonal. Wenn du das noch nie gehäkelt hast, schau dir Videos an von den bekannten Häklerinnen, die das Muster sehr schön erklären.

Das ist der Anfang, also das 1. Kästchen

Erst dachte ich, wenn ich die Häkelnadel 4 nehme, dann passt das sicher, aber die Struktur wirkte ein wenig hart. Man sollte nicht meinen, wie 2 dünne Fäden, gemeinsam verwendet, so deutlich ihre Eigenschaften ändern. Im 2. Schritt erkennst du sehr gut, wie das geht mit dem Muster

Die 2. Reihe.
Hier erkennst du bereits die 5. Reihe

Und auf diese Art mache ich weiter. Die Kante, die nach rechts neigt, sitzt unten, die andere Kante links. Und während ich daran weiterarbeite, fast nur in meiner freien Zeit, wenn ich Beschäftigung für meine Hände brauche, entwickelt sich ein ganz eigener und persönlicher Farbverlauf. Alle paar Reihen wechsle ich nur 1 Faden, der andere bleibt erhalten. Und jedes mal, wenn ich ein anderes Knäuel auswähle, bestimme ich die Farbkombination, also nur ganz grob, denn wie du auf dem Bild oben siehst, ergibt sich etwas Neues, Unerwartetes.

Genau so oder in der Art kannst du dir aus deinem Stash, also deinem Wollvorrat, Garne und Farben aussuchen und natürlich eine passende Nadelstärke und dann mit dem C2C Muster, das wirklich einfach zu lernen und zu merken ist, eine ganz persönliche Decke häkeln. Als Kniedecke für deinen Platz im Sessel, als Sofadecke oder sehr spektakulär als Bettüberwurf. So bleibst du immer im Flow und nutzt die Garne, die vielleicht vergessen worden wären

Allgemein · kreative Menschen · Nachdenkliches

Das Eigenleben meiner Kreativität

Kreativität steckt in jedem Menschen, auch in denen, die das nicht für möglich halten. Manche finden nicht sofort einen Ausdruck dafür, dennoch ist sie da, daran glaube ich fest.

Mein Alltag in früheren Zeiten ließ kaum zu, mich um gestalterische Dinge zu kümmern. Doch jetzt ist es da, ich kann es leben und ich bin immer wieder irritiert, auf welche Art ich neue Ideen bekomme und wie die dann noch von aussen her gepuscht werden. Nein, ich habe keinen Coach, der mich begleitet und mir die Richtung weist. Ganz ehrlich, so jemanden hätte ich manchmal gerne an meiner Seite, wenn ich wieder mal nicht weiß, was ich als erstes machen soll.

Ich hatte Häkelideen für eine Badezimmereinrichtung und gliederte sie mir ein wenig von leicht zu schwer.
Dazu habe ich natürlich meine unvermeidlichen Notizbücher immer in Griffnähe Bei der Betrachtung dieser Aufzählung kamen mir die Kosmetik- Pads in den Sinn, schnell und einfach aus Resten gehäkelt.
Einen Tag später fragte mich meine Schwiegertochter, ob ich schon mal Kosmetik- Pads gehäkelt hatte…..
Kreative Gedanken kommen in den ganz großen universellen Topf, und werden zugänglich für alle.

Ich machte mich an die Arbeit mit den Kosmetik- Pads, zuerst ganz einfach, dann kamen schon Variante 2 und 3 dazwischen und ganz zum Schluß wollte noch ein gehäkeltes Säckchen als Aufbewahrung dazu. Was sollte ich machen? Häkeln, hinschreiben, Bilder machen und dann der Welt zeigen. Seit Ende 2018 sind sie als Download- Datei bei @crazypatterns zu haben. Hier findest du sie.

Und natürlich habe ich sie dann meiner Schwiegertochter geschenkt.

Wenn ich mal längere Zeit für mich habe, z. B. im Urlaub und ich dann viel zu Hause bin, gibt es dieses seltsame Phänomen, dass mich meine Ideen derart überfallen, dass ich kaum Luft holen kann. Ich habe noch nicht einmal ausreichend Zeit, alles zu notieren und zu ordnen.
Damit ich nicht durchdrehe, was wirklich selten geschieht … beginne ich irgendwo und suche mir die Projekte aus, die fast fertig sind und schaue nach, was ich dazu schon geschrieben habe und ob es noch Bilder braucht.
Denn ähnlich wie in meinem Kopf sammle ich auch auf dem PC die Fakten, die es braucht, um daraus eine Anleitung zu machen. Sobald eine Anleitung fertig ist und online zur Verfügung steht, gibt es Platz und Luft für mein Gehirn. Ich atme durch, bin stolz auf mich und gebe mir dann Zeit, mich auszuruhen.
Auf diese Art arbeite ich meine dringendsten Projekte ab.

So, und dann kommen sie, neue Ideen, neue Varianten älterer Ideen und andere Möglichkeiten. Fertig mit abarbeiten bin ich ja nie, ich kann dann auch früher angefangene Projekte mal wieder betrachten.
Ist es gut, was ich da angefangen habe, ist es auch umsetzbar und gefällt es mir noch? Manchmal trenne ich dann auf, besonders wenn sich mein ganzes Innerstes sträubt, es weiter zu häkeln. Und ich habe dann wundervolles Garn vor mir liegen, von dem ich immer noch nicht weiß, was es werden soll.
Das sind Momente, an denen ich ganz kurz an mir zweifle, aber dann lege ich das Garn weg und hoffe und wünsche, dass es nach einer angemessenen Ruhezeit zu mir spricht und ich endlich weiß, was ich daraus arbeiten kann.

So ist das eben mir der Kreativität, sie braucht Zeit, Raum und einen langen Atem und einen Flow, damit sie ihre volle Kraft entfalten kann.

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Meine Crafter- Girls

Vor einigen Jahren kamen regelmäßig junge Frauen zu mir, die zuerst häkeln lernen wollten. Das klappte ja auch gut. Wir begannen mit Luftmaschen, festen Maschen und Stäbchen. Und so rein von der Feinmotorik waren das echte Herausforderungen.
Ich malte mir schon aus, wie ich mit Tricks, evtl mit Videos oder besonders dickem Garn da weiter helfen konnte.
Doch die jungen Frauen hatten bis zum nächsten Treffen soweit die Anfänge geübt, dass sie schon mit Ideen kamen:
Stirnband, Mütze oder vielleicht ein Mandala?
Ich war wirklich begeistert von der Geschwindigkeit, mit der sie lernten.

Hier ein einfaches Stirnband. Halbe Stäbchen und Farbwechsel wurden hier gelernt

Da wir uns bei mir daheim trafen, hatten sie auch immer meine Deko im Blick, vor allem die Mandala Sitzkissen. So eins nahmen wir uns vor, nachdem die passenden Stirnbänder bald fertig waren.

Und dieses Sitzkissen sollte es als Nächstes sein. Es ist jedem gelungen

An dem Stück, das wir Runde um Runde gemeinsam häkelten, lernten sie noch viele andere Maschen. Aber oft ist das so, wenn die ersten Grundmaschen bekannt sind, ist es nicht mehr ganz so schwer, die anderen noch dazu zu lernen. Ich hatte dann auch die gute Gelegenheit, meine eigene Anleitung, die ich auf den PC gelegt hatte, noch einmal zu überprüfen. Selbst ich wußte nicht immer auswendig, wie ich das Sitzkissen gehäkelt hatte, war es doch schon eine Weile her, dass ich diese Anleitung geschrieben hatte.

Download von Pixabay

Dann machten wir eine Pause über den Jahreswechsel. Die Fragen der Frauen jetzt waren:
Nimmst du noch eine weitere interessierte Frau dazu und kannst du uns Basics vom Stricken beibringen?
Nach meinem ersten Staunen sagte ich natürlich ja und erweiterte den Kreis um eine weitere junge Frau.
Lisa, Melanie und Annika lernten nun das Stricken. Auch nicht einfach, wenn man noch nie Stricknadeln benutzt hat. Und dann unterscheidet es sich doch sehr vom Häkeln. All das sollte und wollte ich rüber transportieren. Es ist aber kein Problem, wenn alle sich ausserhalb der Stunden bei mir um Vervollständigung ihrer Fähigkeiten bemühen.
Dann ist das Beibringen überhaupt nicht mühevoll, sondern sehr bereichernd, besonders für mich. Und so lange es geht, werde ich jedem Level folgen, den meine „Crafter Girls“ vorgeben.
Und ich dachte auch, dass wir unsere Abende noch länger fortführen konnten.
Wie das aber so ist … sie waren dann auch beruflich auf einem so guten Weg, dass ihnen leider keine Zeit blieb, das neue Hobby zu vertiefen.
Mir fehlen die gemeinsamen Abende. Und ich wünsche meinen „Crafter Girls“, wie ich sie genannt hatte, alles Gute weiterhin. Schließlich habe auch ich viel gelernt, z.B. Zielstrebigkeit, Lernwillen und Geduld.

Bei mir am Arbeitstisch

Anleitung · kostenlose Anleitungen

Stirnband Lisa

Knitterknotter

Heute habe ich für dich eine kostenlose Anleitung für ein Stirnband. Es ist gehäkelt in einem wunderbaren Muster, das ich erst vor kurzen entdeckt habe auf der Website von Knitterknotter .
Die Betreiberin dieser Seite ist aus Indien und heißt Arunima. Du findest sie auch bei Facebook und Instagram. Sie ist eine echte Spezialistin für das tunesische Häkeln, aber ihr neuestes Muster „Feather Stitch“ ist nicht tunesisch, sondern einfach nur ein wunderschönes Häkelmuster, das auch gar nicht schwer ist.

Ich habe daraus mein Stirnband Lisa gehäkelt, dann habe ich Arunima kontaktiert und sie gefragt, ob ich meine Stirnband- Anleitung mit ihrem Muster veröffentlichen darf. Sie hat zugestimmt, und so kann ich hier meine Anleitung für das Stirnband kostenlos für dich zur Verfügung stellen.
Kurz und knapp im Text, auch wenn er ohne Abkürzungen daherkommt und mit einigen Bildern versehen.
Wenn du gerne Videos schaust, findest du von Arunima auch ein Video zum Muster.
Denk dran, sie ist Inderin und schreibt ihren Blog in englisch und ebenso ihre Videos und Tutorials. Da sie aber alles sehr genau zeigt, ist das gar nicht so schwer zu verstehen. Das Video gibt es hier

Anleitung Stirnband Lisa

Größe: Das Stirnband ist etwa 8 cm breit und zwischen 48 und 52 cm lang.
Garn: 50 Gramm Lieblingsfarben No. 2 von myboshi in der Farbe Agave, dazu eine Häkelnadel Nr. 4,5
Anschlag, zugleich Reihe 1: 13 halbe Stäbchen im flexiblen Maschenanschlag. Die Maschenzahl sollte immer ungerade sein. Zum flexiblen Maschenanschlag für halbe Stäbchen habe ich ein Video gemacht, das findest du hier
Reihe 2: Beginne mit 1 Wendeluftmasche, danach 1 halbes Stäbchen in die 1. Masche, 1 Luftmasche,
1 Masche überspringen, 1 halbes Stäbchen in die nächste Masche. Bis zum Ende der Reihe genauso weiter,
in die letzte Masche 1 halbes Stäbchen

flexibler Maschenanschlag
halbe Stäbchen in jede 2. Masche, dazwischen 1 Luftmasche

Reihe 3: Beginne mit 1 Wendeluftmasche, arbeite 1 halbes Stäbchen in die 1. Masche, danach 1 Luftmasche.
Es werden jetzt 3 zusammen abgemaschte halbe Stäbchen gearbeitet, in 3 verschiedene Einstichstellen.
1 Umschlag, Einstichstelle in die 1. Luftmaschen- Lücke, Faden holen,
1 Umschlag, Einstichstelle in die übersprungene Masche von Reihe 2, (Diese Masche liegt direkt unter der Lücke), Faden holen,
1 Umschlag, Einstichstelle in die folgende Lücke, Faden holen.
Jetzt alle 6 Schlingen auf einmal abmaschen. 1 Luftmasche.
Die nächste Sternchen- Masche genau so arbeiten. Wichtig, das 1. halbe Stäbchen wird in die gleiche Lücke gehäkelt, wie das 3. halbe Stäbchen der letzten Gruppe. Am Ende der Reihe wieder 1 halbes Stäbchen in die letzte Masche .

Anfangsreihe des Sternchenmusters

Reihe 4: Im Prinzip wie Reihe 3, die Einstichstellen für das Sternchen- Muster sind: Luftmaschen- Lücke 1, danach die genau darunter liegende Lücke, Luftmaschen- Lücke 2

Grundreihe des Sternchenmusters

Ab jetzt die Reihe 4 immer wiederholen, bis dein Stirnband die erforderliche Länge hat. Zum Abschluß noch eine Reihe halbe Stäbchen häkeln, dabei jeweils in die Masche der zusammen abgemaschten Stäbchen und in die Luftmaschen- Lücken einstechen. Wenn alles stimmt, solltest du wieder 13 halbe Stäbchen haben. Danach Anfang und Ende zusammen nähen oder häkeln. Vernähe noch alle Fäden und schon hast du ein neues und tragbares Stirnband.

Abschlußreihe halbe Stäbchen
Anfang und Ende werden verbunden
Anleitung · kostenlose Anleitungen

Lochmuster- Stirnband Maroon

Seit kurzen bin ich in 2 Strickgruppen aktiv und analog dabei. Als Häklerin gar kein Problem, doch es hat mich immer wieder fasziniert, was die anderen in der Gruppe so alles konnten. Ich selber habe immer wieder behauptet, ich könnte nicht stricken, habe aber heimlich und spätabends doch so manches gestrickt.

Anfänger und Wiedereinsteiger

Ich sehe mich als Wiedereinsteigerin beim Stricken, und ja, das mit dem Schreiben kann ich auch so nicht länger nur für das häkeln stehen lassen. Ich möchte auch für das Stricken schreiben, aber nur für Anfänger und Wiedereinsteiger. Als erstes habe ich ein Tuch gestrickt, ein Dreieckstuch, in das ich echte Anfänger Muster eingearbeitet habe, also ein Mustermixtuch für Anfänger und Wiedereinsteiger. Das habe ich auf meinem YouTube Kanal als vierteiliges Video online gestellt. Hier ist der Link zu Teil 1

Stirnband im Lochmuster gestrickt

Jetzt habe ich die Lochmuster für mich entdeckt, also erst mal nur die ganz einfachen. Und meine Idee war, um so ein Lochmuster zu üben, kann ich doch einfach ein Stirnband stricken, leicht luftig, sommerlich, gestrickt im Lochmuster. Und hier ist mein erstes Stirnband, ich nenne es Maroon

Und das ist die Anleitung dazu, die Kurzanleitung habe ich bei Pinterest gefunden

www.knitca.com
eine tolle Sammlung verschiedenster Strickmuster

Anleitung in Textform

Wenn mir ein Muster gefällt und ich denke, das ist nicht ganz so schwierig, schaue ich zuerst einmal auf die Strickschrift. Die sieht immer etwas einfacher aus als eine Häkelschrift.
Also: eine Strickschrift, die vordergründig aus nur 2 Zeilen besteht, gibt mit Hoffnung, ich könnte das auch.
Hier nun im Einzelnen. Strickschriften werden von unten nach oben gelesen, rechts davon steht die Reihennummer. Wenn Reihe 1 und Reihe 3 gezeichnet sind, bedeutet es, dass die Zeilen 2 und 4 immer links abgestrickt werden. Das macht die gearbeiteten Umschläge erst zu Löchern.
Die senkrechten Striche bedeuten knit stitch, das sind rechte Maschen, die Kringel heißen yarnover und bedeuten Umschläge.
Die 3 bedeutet, dass eine Maschen- Abnahme gearbeitet wird, bei der zuerst 2 Maschen auf die rechte Nadel abgehoben werden, dann wird die 3. Masche rechts gestrickt und die beiden abgehobenen Maschen werden über die gestrickte gezogen. Man nennt es auch 3 Maschen rechts überzogen zusammen stricken.
Der Muster- Rapport besteht aus 6 Maschen, mein Stirnband musste als Maschenzahl ein Vielfaches von 6 haben, ich habe zusätzlich noch einen I-cord Rand gearbeitet, der links und rechts aus je 3 Maschen bestand, also noch einmal 6 Maschen.
Für ein Stirnband, das zwischen 8 und 10 cm breit sein sollte, habe ich mich für 36 Anschlagsmaschen entschieden, gestrickt mit der Stricknadel 3,5. Das Garn ist Mayflower von hobbii.de und besteht zu je 50 % aus Baumwolle und Polyacryl.
Ich habe 36 Maschen angeschlagen, die ersten 3 Maschen rechts gestrickt, 30 Maschen links und die letzten 3 Maschen habe ich abgehoben.
Das ist der Icord, also immer die ersten 3 Maschen rechts stricken und die letzten drei immer abheben.
Dazwischen wird das Muster gearbeitet.
Jetzt, in der für mich 2. Reihe beginne ich das Muster: gelesen wird es von rechts nach links. Nach den rechten Maschen für den Icord kommen
3 Maschen rechts, danach 1 Umschlag, 3 Maschen rechts überzogen zusammen stricken, 1 Umschlag
wie ich es oben beschrieben hatte. Diese Reihenfolge wiederholen bis zu den letzten 3 Maschen, diese wieder einfach auf die rechte Nadel heben.
Wenden, dann Icord, alle Maschen links (auch die Umschläge) Icord
In der Folgereihe wird die Reihenfolge der Maschen geändert, da kommt zuerst der
Umschlag, dann 3 Maschen rechts überzogen zusammen stricken, und wieder 1 Umschlag und danach 3 rechte Maschen.
In der Strickschrift als Reihe 3 bezeichnet. Die Lesart ist wie immer von rechts nach links.
Du musst ab jetzt immer die Reihen 1 bis 4 wiederholen.

Abschlussarbeiten

Wenn du das alles soweit verstanden hast und nacharbeiten kannst, stricke so lange weiter, bis dein Stirnband 48, 50 oder 52 cm lang ist. Als Abschluß strickst du nach der Reihe linker Maschen noch eine Reihe rechte Maschen und dann kettest du alle Maschen ab.
Anfang und Ende deines Stirnband kannst du nun zusammen nähen oder häkeln.
So, das war es. Auf diese Art kannst du neue Muster ausprobieren und damit auch etwas sinnvolles herstellen.
Bleib im Flow und schreib mir, wenn dir mein neues Strickmuster gefallen hat.

Allgemein · Nachdenkliches

Stay at Home

Zu Hause bleiben

Wir sind jetzt, am 30.3.2020, auf dem Höhepunkt der Corona Krise. Immer mehr Menschen müssen zuhause bleiben.
Das verändert unsere Gesellschaft einschneidend. Unsere Welt sonst ist von rastloser Tätigkeit geprägt. Schule, Arbeit, Termine und und und. Doch plötzlich gilt das nicht mehr. Zu Hause bleiben ist nicht nur so eine Art Extra- Ferien, sondern für manche existenzbedrohend, für andere derart ungewohnt, dass sie es kaum akzeptieren können, für Familien eine wahre Herausforderung. Ich will mir gar nicht erst ausmalen, was in schlecht funktionierenden Familien abgeht.

Struktur für den Tag

Bei mir ist es so, dass ich alleine lebe und viel mit mir alleine bin. Zu Hause zu bleiben sehe ich erst einmal positiv, kann ich doch so meine Häkelarbeiten fertig stellen und online anbieten. Aber auch das geht nicht ganz so, wie ich es mir vorgestellt habe. Ich muss nämlich Struktur in meinen Tag bringen, in mein Home Office.
Und ich merke, dass ich schon weiß, was ich so alles als nächstes tun möchte, mich aber nur allzu gerne ablenken lasse mit solchen Gedanken und Sätzen.
„Oh, ich sollte die Spülmaschine ausräumen, oder den Fußboden saugen. Was habe ich denn noch an Wollresten? Meine Stricksocken möchte ich endlich fertig haben.“
Instagram zur Ablenkung, aber auch für eigene Posts verbraucht viel meiner Zeit.

Instagram

Hierzu möchte ich noch einiges sagen. Instagram ist meine persönliche Werbeplattform. Hier stelle ich meine Arbeiten vor, ich poste Bilder aus meinem kreativen Alltag, ich schreibe immer montags eine Montagsmotivation, die mir heute eher nicht gelungen ist. Bei allem Ernst der Lage, habe ich auch noch Humor und stelle Sachen bei Instagram ein, von denen ich nicht genau weiß, wie es ankommt. Mein Account bei Instagram
Und ich informiere mich viel über Videos im Netz. Da fand ich einen Beitrag von Torsten Sträter, der nicht nur lustig war, sondern auch nachdenklich machte. Und der erwähnte eine Klorollen- Husse.
Pling, Plang, Peng, das hat mich erreicht und am gestrigen Sonntag habe ich eine gemacht.

Toilettenpapier

Klorollen- Husse

Ja und so habe ich jetzt eine eigene Klorollen- Husse, die werbewirksam auf meinem Klokasten steht und an die Klassiker der 70- er erinnert. Damals schmückte man die rückwärtige Ablage vieler Autos mit Wackel- Dackel und/oder Klorollen- Überzügen. Und im Wahn der Toiletten- Papier Hamsterkäufe hilft mein Beitrag vielleicht, sich mit einem kleinen Lächeln zu besinnen und geduldig das Ende der jetzigen Krise abzuwarten.

Bleib im Flow, lieber Leser, trotz oder gerade erst recht in Zeiten, in denen wir so viele Veränderungen akteptieren müssen. Viele Grüße Crochetta

Projekte

Wolle Färben- Stufe 3

In diesem Beitrag geht es noch einmal um das Wolle färben. In Teil 1 habe ich beschrieben, was mein Interesse geweckt hat, es mit Wolle und Farbe zu versuchen.
In Teil 2 habe ich dich mitgenommen zur praktischen Ausführung.
In diesem Teil fasse ich zusammen, was ich gelernt habe und was auch du beherzigen solltest, wenn du mit Wolle und Farbe arbeitest. Ich hoffe sehr, dass ich dich mit meinen Beiträgen inspirieren konnte.
Als erstes habe ich für dich die wichtigsten Tipps notiert, die mir bei meinen ersten Färbe- Versuchen aufgefallen sind. Wie ich schon in Teil 1 beschrieben hatte, ich wußte nichts vom Färben und habe einfach nur gelesen und nachgearbeitet. Als ich merkte, dass die ganze Technik doch nicht so schwierig war, wie ich anfangs befürchtete, da fielen mir Dinge auf, die ich besser machen könnte. Die wichtigsten Hinweise habe ich mal ganz kurz zusammen gefasst:

  1. Die Farben von myboshi gibt es je nach Pflanzenart in getrockneter Form, da lässt sich die Farbe leicht durchsieben und die Pflanzenteile bleiben zurück. Einige Farben werden als Pulver geliefert, was sich nur schwer absieben läßt.
    Man könnte es durch einen Kaffee Filter laufen lassen, aber das dauert einige Zeit. Oder alles in eine hohe Glaskaraffe füllen, da setzt sich das Pulver ziemlich schnell unten ab. Die Flüssigkeit oben kann zum Färben verwendet werden, das restliche Wasser mit dem Pulver kannst du aufheben.
    Füll es in ein leeres Marmeladen- Glas und stell es in den Kühlschrank
  2. Auch Naturfarben färben, nicht nur die Wolle, sondern ohne dass du er merkst, auch deine Finger oder Fußboden und Arbeitsflächen deines Raums, in dem du färbst. Wenn das nicht sein soll, schütze deine Hände und die empfindlichen Oberflächen.
  3. In der Anleitung steht, dass du eine Farbflotte aufheben und wiederverwenden kannst. Doch das Ergebnis dieses 2. Auszugs wird nie so kräftig wie die 1. Farbflotte. Also hervorragend geeignet, um eher pastellige Farben zu färben
  4. Kochlöffel oder Zangen aus Holz verfärben sich dauerhaft. Wenn du das nicht möchtest, benutze Besteck aus Metall. Die Töpfe, in denen du färbst, sollten älter sein und möglichst nicht mehr zum Kochen verwendet werden. Manche Töpfe werden trotz Spülmaschinen- Technik auch nicht mehr richtig sauber.

Die Farben, die du von myboshi bekommst, sind zwar Naturfarben, aber im ersten Färbegang recht kräftig. Du kannst dein Garn einheitlich durchfärben, also mit
Krappwurz >rot,
mit Blauholz > violett,
mit Kurkuma >gelb,
mit Berberitze > hellgelb,
mit Birke > oliv
und mit Granatapfel > dunkelgrau.


Aber es gibt natürlich noch mehr Möglichkeiten. Du kannst deine fertigen Farbflotten, je nach Platz, in 3 bis 6 verschiedenen Töpfen gleichzeitig halten. Dann tunkst du nur Teile deines Stranges ein und erreichst eine Vielfach- Färbung mit verschiedenen Farb- Bereichen. Das kannst du selber für dich ausprobieren. Denk daran, die Wolle ist heiß, benutze vielleicht eine Art Würstchenzange, um deine Wolle von Topf zu Topf einzutauchen.

Eine weitere gute Möglichkeit ist es auch, die Farbflotte in ein sehr flaches Gefäß zu legen, wie z.B. in einen breiten und flachen Topf oder eine Auflaufform. Der Wollstrang wird zunächst nur halb gefärbt, dann kannst du von einer anderen Farbe mit einem Esslöffel tropfenweise etwas auf die noch weniger gefärbten Partien dazu geben. Es entstehen also mehr oder weniger große Flecken.
Ich habe das mit gelb gemacht, dazu violett drauf geträufelt, danach den Strang gewendet und auch die Rückseite mit der gelben Farbflotte gefärbt. Als ich dann auf den schon länger in gelb getauchten Strang- Teil auch violett gegeben habe, gab es ebenfalls Flecken, die aber ganz anders wirkten.

Die Stränge rechts sind Varianten von Oliv. Die beiden links im Bild sind Varianten von gelb, wobei ich beim ganz linken Strang Flecken mit eingearbeitet habe.

Du siehst selber, es ist gar nicht so leicht zu beschreiben, wie man was machen muss, um einen bestimmten Effekt zu erzielen. An der Stelle beginnt deine persönliche Kreativität. Du kannst mit den Farben spielen und herumprobieren. Du kannst Bereiche mehr oder auch weniger durchfärben. Du kannst Flecken einfügen oder ganze Bereiche komplett anders färben.
Wichtig ist immer, dass dein Garn lange genug im Alaun- Salz gelegen hat und dass in jeder Farbflotte Essig drin ist und die Flotten heiß genug sind. Selbst in der Auflaufform kannst du die Flotte heiß halten, indem du sie über 2 Platten deines Herdes stellst.

Ja, und jetzt wünsche ich dir, dass du auch Spass am Färben bekommst mit den Naturfarben von myboshi.
So bleibst du immer im Flow.

Projekte

Wolle Färben- Stufe 2

Heute stelle ich dir meinen ganz persönlichen Arbeitsablauf vor, wie ich Wolle gefärbt habe. Und zwar mit den Lieblingsfarben von myboshi, die es erst seit April diesen Jahres gibt. Und das ist die Homepage von myboshi. Unter dem Reiter „Färben“ findest du alles wissenswerte. Und da ich das schon ausprobiert habe, gibt es für dich eine Beschreibung direkt vom Färbevorgang.

Farbe, Zubehör, Beschreibung
Als erstes zeige ich mal, was in der Packung war. Links im Bild die Farbe selber, hier Krappwurz, die eine schöne Rottönung ergibt.
Daneben das Alaunsalz, das die Struktur der Wolle bereit macht, um Farbe aufzunehmen.
Das Faltblatt enthält eine detaillierte Beschreibung des ganzen Vorgangs, wobei auch der Zeitumfang beschrieben wird. Dazu noch einige wertvolle Tipps.
Rechts im Bild ist die Dose, da ist alles drin, was ich dir auf dem Bild ausgebreitet habe.

Das Garn
Jetzt ist es wichtig zu wissen, welche Wolle ich nehme. Die Sockenwolle wird als Strang mitgeliefert. Myboshi 50/50 ist bereits zum Knäuel gewickelt. Im Anfänger- Paket kannst du selber bestimmen, welche Wolle du verwenden möchtest.
Hier findest du das Lieblingsfarben Kreativset.
Sockenwolle ist das Allrounder- Garn, nicht nur für Socken, sondern für ganz viele andere Teile, die du mit dünner Nadel verarbeiten willst, also Tücher, Loops, Schals und auch Stirnbänder.
Die Qualität 50/50 ist derzeit meine Lieblingswolle, bei der ich mir meliert nur schlecht vorstellen konnte .

Die 50/50 habe ich abgewickelt und zu einem Strang geformt, den ich an mindestens 2 Stellen abgebunden habe. Bei meinem ersten Versuch habe ich das ganze Knäuel, ohne Banderole in mein Färbebad geworfen. Das ergab aber im Topf eine undurchdringliche Spaghetti- Struktur, die ich nur mit großer Mühe bändigen konnte. Das ist mir abwickeln zum Strang, auch wenn es etwas Zeit kostet, doch lieber.

Töpfe, Wasser, Beize und Färberflotte
Dann geht es in die Küche. Für eine Farbe und einen Färbegang brauchst du am Anfang nur 2 Töpfe. Ich habe sie zur Sicherheit beklebt mit den Etiketten, die auf der Packung waren.

Das Färbemittel braucht ca 1 Stunde im Topf bei einer Temperatur von 50 bis 70 Grad, also sehr heiß, aber nicht kochend. Und genau so lange muß die Wolle im Alaunsalz liegen . Bei genau den gleichen Temperaturen.
Nach dieser Stunde wird es richtig spannend. Die Wolle kommt aus der Beize, so heißt das Bad im Alaunsalz, und wird in die Farbe gelegt.
Hier lege ich den 2. Strang gerade in die Farbe. Das gleichzeitig Bilder machen war im Moment die schwierigere Übung.
Und- die Farbe wirkt zuerst ein wenig wie orange.
Das hat sich mit längerer Verweildauer in der Färbeflotte, so heißt das offiziell, deutlich verändert. Die Farbe ist satter und tiefer geworden. Ca 1 Stunde habe ich dabeigestanden und gerührt. Man kann sogar den Herd abschalten und die Wolle über Nacht in der Farbe lassen.

Wenn alles fertig ist, wird die Farbe aus der Wolle ausgedrückt und mehrmals gespült. Anschließend vorsichtig trocknen lassen, also nicht auswringen

So hat die Wolle beim ausspülen ausgesehen. Wenn du sie heraus nimmst, ist es sehr wichtig, einen mehrfach abgebundenen Strang zu haben, den du leicht trocknen und später auch leicht wickeln kannst.

Und das ist das Ergebnis
Die Sockenwolle ist fast einheitlich in dieser schönen Farbe rostrot. An einigen Stellen ist sie etwas heller, aber das wollte ich so. Solche Varianten erreichst du, indem du Teile des Stranges zuerst eintauchst und andere Bereiche erst später. Die 50/50 färbt sich meliert, weil dieses Garn eine Mischung ist aus Baumwolle und Wolle. Jede Faser nimmt Farbe anders auf. In diesem Fall das Rostrot mit hellem Rosa. Einfach toll.

Fazit:
Probiere es selber aus. Lies die Beschreibung, da ist alles enthalten, was du wissen musst. Wenn du wenig Erfahrung hast mit Wolle färben, halte dich an den Zeitplan, der im Faltblatt steht. Reserviere dir Töpfe, die groß genug sind. Stell sicher, dass du ungestört arbeiten kannst und auch genug Zeit hast.
Und poste deine Ergebnisse bei mir auf der Facebook Seite, das ist da, wo du auch meinen Blogbeitrag gefunden hast.
Ich habe übrigens weitere Farben und Garne bestellt, weil ich da weiter machen will und vielleicht sogar mit mehren Farben hantieren möchte.
Mach es wie ich, bleib im flow und probiere immer mal wieder Neues aus.