Projekte

Wolle Färben- Stufe 3

In diesem Beitrag geht es noch einmal um das Wolle färben. In Teil 1 habe ich beschrieben, was mein Interesse geweckt hat, es mit Wolle und Farbe zu versuchen.
In Teil 2 habe ich dich mitgenommen zur praktischen Ausführung.
In diesem Teil fasse ich zusammen, was ich gelernt habe und was auch du beherzigen solltest, wenn du mit Wolle und Farbe arbeitest. Ich hoffe sehr, dass ich dich mit meinen Beiträgen inspirieren konnte.
Als erstes habe ich für dich die wichtigsten Tipps notiert, die mir bei meinen ersten Färbe- Versuchen aufgefallen sind. Wie ich schon in Teil 1 beschrieben hatte, ich wußte nichts vom Färben und habe einfach nur gelesen und nachgearbeitet. Als ich merkte, dass die ganze Technik doch nicht so schwierig war, wie ich anfangs befürchtete, da fielen mir Dinge auf, die ich besser machen könnte. Die wichtigsten Hinweise habe ich mal ganz kurz zusammen gefasst:

  1. Die Farben von myboshi gibt es je nach Pflanzenart in getrockneter Form, da lässt sich die Farbe leicht durchsieben und die Pflanzenteile bleiben zurück. Einige Farben werden als Pulver geliefert, was sich nur schwer absieben läßt.
    Man könnte es durch einen Kaffee Filter laufen lassen, aber das dauert einige Zeit. Oder alles in eine hohe Glaskaraffe füllen, da setzt sich das Pulver ziemlich schnell unten ab. Die Flüssigkeit oben kann zum Färben verwendet werden, das restliche Wasser mit dem Pulver kannst du aufheben.
    Füll es in ein leeres Marmeladen- Glas und stell es in den Kühlschrank
  2. Auch Naturfarben färben, nicht nur die Wolle, sondern ohne dass du er merkst, auch deine Finger oder Fußboden und Arbeitsflächen deines Raums, in dem du färbst. Wenn das nicht sein soll, schütze deine Hände und die empfindlichen Oberflächen.
  3. In der Anleitung steht, dass du eine Farbflotte aufheben und wiederverwenden kannst. Doch das Ergebnis dieses 2. Auszugs wird nie so kräftig wie die 1. Farbflotte. Also hervorragend geeignet, um eher pastellige Farben zu färben
  4. Kochlöffel oder Zangen aus Holz verfärben sich dauerhaft. Wenn du das nicht möchtest, benutze Besteck aus Metall. Die Töpfe, in denen du färbst, sollten älter sein und möglichst nicht mehr zum Kochen verwendet werden. Manche Töpfe werden trotz Spülmaschinen- Technik auch nicht mehr richtig sauber.

Die Farben, die du von myboshi bekommst, sind zwar Naturfarben, aber im ersten Färbegang recht kräftig. Du kannst dein Garn einheitlich durchfärben, also mit
Krappwurz >rot,
mit Blauholz > violett,
mit Kurkuma >gelb,
mit Berberitze > hellgelb,
mit Birke > oliv
und mit Granatapfel > dunkelgrau.


Aber es gibt natürlich noch mehr Möglichkeiten. Du kannst deine fertigen Farbflotten, je nach Platz, in 3 bis 6 verschiedenen Töpfen gleichzeitig halten. Dann tunkst du nur Teile deines Stranges ein und erreichst eine Vielfach- Färbung mit verschiedenen Farb- Bereichen. Das kannst du selber für dich ausprobieren. Denk daran, die Wolle ist heiß, benutze vielleicht eine Art Würstchenzange, um deine Wolle von Topf zu Topf einzutauchen.

Eine weitere gute Möglichkeit ist es auch, die Farbflotte in ein sehr flaches Gefäß zu legen, wie z.B. in einen breiten und flachen Topf oder eine Auflaufform. Der Wollstrang wird zunächst nur halb gefärbt, dann kannst du von einer anderen Farbe mit einem Esslöffel tropfenweise etwas auf die noch weniger gefärbten Partien dazu geben. Es entstehen also mehr oder weniger große Flecken.
Ich habe das mit gelb gemacht, dazu violett drauf geträufelt, danach den Strang gewendet und auch die Rückseite mit der gelben Farbflotte gefärbt. Als ich dann auf den schon länger in gelb getauchten Strang- Teil auch violett gegeben habe, gab es ebenfalls Flecken, die aber ganz anders wirkten.

Die Stränge rechts sind Varianten von Oliv. Die beiden links im Bild sind Varianten von gelb, wobei ich beim ganz linken Strang Flecken mit eingearbeitet habe.

Du siehst selber, es ist gar nicht so leicht zu beschreiben, wie man was machen muss, um einen bestimmten Effekt zu erzielen. An der Stelle beginnt deine persönliche Kreativität. Du kannst mit den Farben spielen und herumprobieren. Du kannst Bereiche mehr oder auch weniger durchfärben. Du kannst Flecken einfügen oder ganze Bereiche komplett anders färben.
Wichtig ist immer, dass dein Garn lange genug im Alaun- Salz gelegen hat und dass in jeder Farbflotte Essig drin ist und die Flotten heiß genug sind. Selbst in der Auflaufform kannst du die Flotte heiß halten, indem du sie über 2 Platten deines Herdes stellst.

Ja, und jetzt wünsche ich dir, dass du auch Spass am Färben bekommst mit den Naturfarben von myboshi.
So bleibst du immer im Flow.

Projekte

Wolle Färben- Stufe 2

Heute stelle ich dir meinen ganz persönlichen Arbeitsablauf vor, wie ich Wolle gefärbt habe. Und zwar mit den Lieblingsfarben von myboshi, die es erst seit April diesen Jahres gibt. Und das ist die Homepage von myboshi. Unter dem Reiter „Färben“ findest du alles wissenswerte. Und da ich das schon ausprobiert habe, gibt es für dich eine Beschreibung direkt vom Färbevorgang.

Farbe, Zubehör, Beschreibung
Als erstes zeige ich mal, was in der Packung war. Links im Bild die Farbe selber, hier Krappwurz, die eine schöne Rottönung ergibt.
Daneben das Alaunsalz, das die Struktur der Wolle bereit macht, um Farbe aufzunehmen.
Das Faltblatt enthält eine detaillierte Beschreibung des ganzen Vorgangs, wobei auch der Zeitumfang beschrieben wird. Dazu noch einige wertvolle Tipps.
Rechts im Bild ist die Dose, da ist alles drin, was ich dir auf dem Bild ausgebreitet habe.

Das Garn
Jetzt ist es wichtig zu wissen, welche Wolle ich nehme. Die Sockenwolle wird als Strang mitgeliefert. Myboshi 50/50 ist bereits zum Knäuel gewickelt. Im Anfänger- Paket kannst du selber bestimmen, welche Wolle du verwenden möchtest.
Hier findest du das Lieblingsfarben Kreativset.
Sockenwolle ist das Allrounder- Garn, nicht nur für Socken, sondern für ganz viele andere Teile, die du mit dünner Nadel verarbeiten willst, also Tücher, Loops, Schals und auch Stirnbänder.
Die Qualität 50/50 ist derzeit meine Lieblingswolle, bei der ich mir meliert nur schlecht vorstellen konnte .

Die 50/50 habe ich abgewickelt und zu einem Strang geformt, den ich an mindestens 2 Stellen abgebunden habe. Bei meinem ersten Versuch habe ich das ganze Knäuel, ohne Banderole in mein Färbebad geworfen. Das ergab aber im Topf eine undurchdringliche Spaghetti- Struktur, die ich nur mit großer Mühe bändigen konnte. Das ist mir abwickeln zum Strang, auch wenn es etwas Zeit kostet, doch lieber.

Töpfe, Wasser, Beize und Färberflotte
Dann geht es in die Küche. Für eine Farbe und einen Färbegang brauchst du am Anfang nur 2 Töpfe. Ich habe sie zur Sicherheit beklebt mit den Etiketten, die auf der Packung waren.

Das Färbemittel braucht ca 1 Stunde im Topf bei einer Temperatur von 50 bis 70 Grad, also sehr heiß, aber nicht kochend. Und genau so lange muß die Wolle im Alaunsalz liegen . Bei genau den gleichen Temperaturen.
Nach dieser Stunde wird es richtig spannend. Die Wolle kommt aus der Beize, so heißt das Bad im Alaunsalz, und wird in die Farbe gelegt.
Hier lege ich den 2. Strang gerade in die Farbe. Das gleichzeitig Bilder machen war im Moment die schwierigere Übung.
Und- die Farbe wirkt zuerst ein wenig wie orange.
Das hat sich mit längerer Verweildauer in der Färbeflotte, so heißt das offiziell, deutlich verändert. Die Farbe ist satter und tiefer geworden. Ca 1 Stunde habe ich dabeigestanden und gerührt. Man kann sogar den Herd abschalten und die Wolle über Nacht in der Farbe lassen.

Wenn alles fertig ist, wird die Farbe aus der Wolle ausgedrückt und mehrmals gespült. Anschließend vorsichtig trocknen lassen, also nicht auswringen

So hat die Wolle beim ausspülen ausgesehen. Wenn du sie heraus nimmst, ist es sehr wichtig, einen mehrfach abgebundenen Strang zu haben, den du leicht trocknen und später auch leicht wickeln kannst.

Und das ist das Ergebnis
Die Sockenwolle ist fast einheitlich in dieser schönen Farbe rostrot. An einigen Stellen ist sie etwas heller, aber das wollte ich so. Solche Varianten erreichst du, indem du Teile des Stranges zuerst eintauchst und andere Bereiche erst später. Die 50/50 färbt sich meliert, weil dieses Garn eine Mischung ist aus Baumwolle und Wolle. Jede Faser nimmt Farbe anders auf. In diesem Fall das Rostrot mit hellem Rosa. Einfach toll.

Fazit:
Probiere es selber aus. Lies die Beschreibung, da ist alles enthalten, was du wissen musst. Wenn du wenig Erfahrung hast mit Wolle färben, halte dich an den Zeitplan, der im Faltblatt steht. Reserviere dir Töpfe, die groß genug sind. Stell sicher, dass du ungestört arbeiten kannst und auch genug Zeit hast.
Und poste deine Ergebnisse bei mir auf der Facebook Seite, das ist da, wo du auch meinen Blogbeitrag gefunden hast.
Ich habe übrigens weitere Farben und Garne bestellt, weil ich da weiter machen will und vielleicht sogar mit mehren Farben hantieren möchte.
Mach es wie ich, bleib im flow und probiere immer mal wieder Neues aus.

Allgemein · Für Anfänger

Wolle färben- Stufe 1

Ich würde so gerne noch etwas Neues lernen.
Womöglich kennst du das auch: du kannst irgendetwas im DIY- Bereich wirklich gut und du stellst wundervolle Dinge her. Aber irgendwann plagt dich die Neugier:
Kann ich auch dies oder das, was möchte ich noch zusätzlich lernen? Ich sags dir gleich, kreative Menschen wollen immer viel mehr lernen und erfahren, als sie dann auch tatsächlich umsetzen können.
Ich bin das beste Beispiel dafür. Vom Stricken in meiner Freizeit kam ich bald auch zum Häkeln, was ich dann immer mehr verfeinert und spezialisiert habe. Da habe ich viel gelernt von den wirklich begabten und kreativen Frauen und Männern dieser Welt. Da uns das ganze weite Netz online zugänglich ist, ist es heute relativ leicht, Neues zu lernen, indem man Videos schaut. Also ich mache das gerne.
Und trotzdem- es blieben bei mir noch Fragen offen: wie geht spinnen und womit färbt man Wolle?

Spinnen
Das mit dem Spinnen habe ich in einem Anfänger- Tageskurs geklärt. Es ist wunderbar, soviel Einblick zu bekommen in die Wollverarbeitung. Das Kardieren vor dem Spinnen gefiel mir echt gut. Zum Spinnen selber fehlen mir einige Eigenschaften, die ich durchaus noch lernen könnte. Dabei geht es um das Loslassen und um das Vertrauen, dass Fasern, die ich bewußt in die Länge ziehe, nicht abreißen, sondern zu einer stabilen Schnur gedreht werden.
Für den Moment ist es nicht das, was ich weiter vertiefen möchte.

Wolle färben
Das zweite war mein Interesse am Wolle färben. Auch da bietet das Internet ganz viel input.
Was mir auch gefällt, sind die Farben und Verläufe, die dabei entstehen. Beim kreativen Farben mischen sehe ich mich viel eher als bei Wolle spinnen.
Gott sei Dank bin ich im realen Leben in 2 verschiedenen Handarbeitsgruppen. Dort sind viele Kreative beieinander , die auch schon Dinge getan habe, die ich noch nicht kenne, z.B. Färben.
Erst mal habe ich alle mit Fragen gelöchert, dann habe ich bei YouTube, mir einige Färbe- Filme angeschaut. Und das führte dazu, dass ich verwirrt war und immer noch sehr neugierig.

Zuerst nur Theorien
Es half einfach nichts, wenn ich weiterhin Theorien folgte, würde keine Wolle bei mir eine andere Farbe bekommen. Ich bestellte beim Wollhändler meines Vertrauens – bei myboshi– ein Kreativ- Set mit ihren neuen Naturfarben, die es erst seit April 2019 gibt.
Ich bin da ja auch Autor, und ich hatte noch einen Rabattcode, der eingelöst werden wollte. Und was mich auch begeisterte, war die Tatsache, dass es sich um Naturfarben handelte, die gar nicht so einfach zu beschaffen waren.
Myboshi hatte alles in handlichen Dosen portioniert und dazu eine wirklich gut verstehbare Anleitung geschrieben.

Ein Paket für Anfänger
Also, ich bestellte alles, das kam wie immer pünktlich an und ich ließ es erst einmal liegen, weil ich noch keine Zeit fand, diese neuen Farben in aller Ruhe auszuprobieren. Klar habe ich die Anleitung gelesen, und das war auch nicht schwierig, aber ich sollte mehrere Stunden Zeit haben, den Färbeprozess ohne Hektik zu begleiten. Hier ist der Link zum
myboshi Lieblingsfarben- Kreativ- Set
Und heute war es dann soweit, ein ganzer Urlaubstag war vorhanden, ohne einen weiteren Termin zu haben. Ich machte mich also daran und färbte das erste Mal Wolle.
Voll konzentriert, genau nach Anleitung und auch so, dass meine kleine Küche und ich nicht am Ende unumkehrbar bunt wurden. Was ich gar nicht gemacht habe, waren Bilder zum Prozess. Deswegen werde ich, wenn die Wolle getrocknet und gewickelt ist, einen weiteren Färbegang beginnen.


So sehen also meine ersten Ergebnisse aus. Der gedrehte Strang ist Sockenwolle. das gewickelte Knäuel ist das Garn 50/50, das beim Färben immer eine melierte Struktur erhält. Das ist die Farbe Blauholz.
Das Ergebnis begeistert mich, es sind Farben, die mir gut gefallen und die Struktur der Wolle hat es sehr schön angenommen.
Und wie das alles funktioniert, kannst du in meinem nächsten Artikel „Wolle Färben- Stufe 2“ lesen

So bleibe ich im Flow mit allem, was ich tue, und dazulernen ist für mich immer auch eine ganz wichtige Inspiration.

Allgemein · myboshical2019

Dreieckstuch Editha- Entstehung

Jetzt möchte ich doch selber einmal einen Beitrag schreiben zu meinem Dreieckstuch EDITHA. Es ist nicht nur eine Anleitung, sondern in Zusammenarbeit mit der Firma myboshi auch ein CAL.
Was ist denn ein CAL, wirst du vielleicht fragen. Das kommt, wie so vieles in unserer vernetzten Handarbeitswelt, aus dem Englischen und heißt „Crochet Along“ . Falls du es mal anders geschrieben siehst, also KAL, dann heißt es „KnitAlong „.
Es ist ein virtuelles gemeinsames Handarbeiten. Man kann sich dabei in Gruppen zusammen schließen und Fragen stellen und dann auch fertige Werke oder Teile davon posten. Crochet bedeutet Häkeln und Knit ist Stricken.

Ein Tuch, 2 Ausführungen

Soweit so gut in der Theorie. Ich wollte gerne etwas neues kreieren, das umfangreicher ist als meine üblichen Anleitungen und jedem etwas bietet, also Anfängern und Fortgeschrittenen. Seit diesem Jahr bin ich in echten Handarbeitsgruppen aktiv und habe mal nachgefragt, was ich häkeln könnte.
Nach vielen unterschiedlichen Ansichten stellte sich doch bald heraus, dass es Mandalas oder Grannys sein sollten, am besten in Zusammenhang mit einem Dreieckstuch.
Ich ging heim und tüftele und grübelte, häkelte und trennte wieder auf. Beim nächsten Treffen zeigte ich meine ersten Versuche. Die Teilnehmer meiner Handarbeitsgruppe fragten aber vor allem, was ich denn für ein Material verwenden will. Und da schwärmte ich von dem myboshi- Garn 50/50, das ich so mag.
Der einzige Mann bei uns in der Runde schlug vor, ich solle mich direkt an die Wollfirma wenden. Oft werden Designer unterstützt, wenn sie einen CAL machen wollen.

Inspirierend, so eine Gruppe, findest du nicht auch?
Jetzt kreisten nicht nur ungeordnet weitere Ideen in mir herum, ich bekam eine Vorstellung davon, wie ich vorgehen wollte:
1. myboshi fragen, ob wir gemeinsam einen CAL auf den Weg bringen wollten.
2. Falls ich ein Nein bekäme, dann konzentriert an dem Tuch weiterarbeiten.
3. Gleichzeitig Videos herstellen.

Was soll ich sagen, myboshi sagte Ja. Und ich arbeitete wie vorgesehen in jeder freien Minute an meinem Tuch.

und so sieht es aus

Die Ansprechpartnerin bei myboshi war Olga Flügel. Mit der schrieb ich regelmäßig mails, weil wir uns inhaltlich annähern wollten. Inzwischen hatte ich auch in meiner aktiven Gruppe eine Frau gefunden, die mein Tuch gerne nacharbeiten wollte, damit eine 2. Variante entstehen konnte.
Olga schickte mir die erforderliche Menge an Wolle und stockte meine auch noch ein wenig auf. Mit der in aller Schnelligkeit fertig gestellten und ausgedruckten Anleitung und dem Wollpaket kam ich zu Bella, meiner Testhäklerin, und gab ihr knappe 3 Wochen Zeit, das Tuch zu häkeln. Zeitlich etwas eng, dachte ich noch, aber Bella blieb ruhig und sagte, das schaffe sie schon. Und so war es auch. Jetzt gibt es 2 Tücher.

Links im Bild ist Selina, rechts Olga. Beide arbeiten bei myboshi

Ich kann nicht genau und im Einzelnen beschreiben, wie unsere Arbeitsschritte waren und wie wir uns ergänzt haben. Ich konnte da nicht so einfach hinfahren, knapp 500 km. Ich schickte die fertigen Tücher in einem Paket, außerdem teilte ich meinen Anleitungs- Text und ich überarbeitete noch einmal meine Videos. Olga machte aus dem Text eine herunterladbare Anleitung, die jede Woche um einen weiteren Teil ergänzt wurde. Auch meine Videos mußten überarbeitet werden.
Dann noch so ganz einfache und sehr wichtige Entscheidungen: Was soll es kosten, wie soll das Tuch heißen und wie liegen die Termine? Alles einvernehmlich geklärt.

Und heute ist es soweit:
Nach allen Vorbereitungen und Promotions und gegenseitiger Werbung ist Teil 1 online zu Herunterladen und als Video zum anschauen. Stand 11.10.2019
Wenn du wissen möchtest, wie du auch an dem CAL teilnehmen kannst, dann lies einfach diesen Blogbeitrag.
Ich hoffe, mein kleiner Exkurs in die kreative Welt, in der neue Dinge entstehen, hat dir gefallen. Und ganz alleine geht es wirklich nicht.
Ich danke meiner Handarbeitsgruppe für den Rückhalt, meiner Testhäklerin für ihr fleißiges Tun und ganz wichtig- ich danke dem Team bei myboshi, die mich nicht nur unterstützt haben, sondern immer ziel- und teamorientiert alles getan haben, damit wir heute genau hier stehen.

Diesmal sage ich Danke für den Flow.

Allgemein · myboshical2019

Dreieckstuch Editha- So kannst du teilnehmen

Der #myboshical2019 ist nun in aller Munde, und es wird überall fleißig mitgehäkelt. Wenn du erst jetzt dazu kommst, das heißt nach dem 11. 10 und vor dem 8. 11 2019 kannst du jederzeit dazustoßen und am CAL mitwirken, auch wenn es dann bei dir länger dauern sollte, das macht gar nichts.
Nach dem 8.11.2019 ist es kein CAL mehr, sondern eine reguläre herunterladbare Anleitung bei myboshi.

Doch zunächst einmal wissenswerte Fakten für dich:
Es handelt sich um ein Dreieckstuch, in das Grannys integriert sind. Die schriftliche Anleitung gibt es in 4 Teilen.
Du kannst die Anleitung bei myboshi kaufen und herunterladen, die ist 20 % ermäßigt, so lange der CAL läuft.
Die Anleitung wird jede Woche um einen weiteren Teil aufgestockt, ohne dass du extra bezahlen musst. Per email wirst du benachrichtigt, dass der nächste Teil zur Verfügung steht.
Hier sind die Termine:
Teil 1: 11.10.2019, 15.30 Uhr
Teil 2: 18.10.2019, 15.30 Uhr
Teil 3: 25.10.2019, 15.30 Uhr
Teil 4: 01.11.2019, 15.30 Uhr

Zu den genau gleichen Terminen werden auch meine passenden Videos veröffentlicht, auf meinem Youtube Kanal.
Hier bekommst du den Link zum ersten Video.


Myboshi hat auch eine Gruppe bei Facebook. Die heißt:
Das große Häkeln von myboshi. Hier ist der direkte Link dahin.
Dort findest du im Header- Bild noch einmal die Termine und Fragen stellen geht immer über den gesamten Zeitraum. Olga myboshi hat mich zeitweise zur Mit- Moderatorin gemacht, damit ich knifflige Fragen zur Anleitung jederzeit beantworten kann. Natürlich nicht Tag und Nacht, sondern vorzugsweise außerhalb meiner regulären Arbeitszeiten.
Morgens schaue ich kurz nach, ob ich was wichtiges beantworten muss und ca ab 17 Uhr beantworte ich Fragen.
Du brauchst nur der Gruppe beizutreten und du hast allen Support, den du evtl. brauchst.

Und wenn dir Videos einfach nicht weiterhelfen und du lieber eine übersichtliche schriftliche Datei haben möchtest, zum anschauen oder ausdrucken, dann bekommst du hier den direkten Link zur Anleitung in meinem myboshi Shop.
Ja, und jetzt hoffe ich, ich konnte dich inspirieren, noch schnell beim CAL mitzuhäkeln.
Wenn du auch bei instagram bist, kannst du dein fertiges Werk oder Teile davon unter den Hashtags
#myboshical2019 und #edithacal gerne posten.
Mach es also wie ich: bleib im Flow, mit allem, was du tust

Allgemein · kreative Menschen

Anleitungen schreiben, Teil 3

Das ist der letzte Teil zum Thema Anleitungen schreiben. Hier geht es um das Management deiner Texte. Wenn du nach 3 geschriebenen Anleitungen denkst, das ist es doch nicht wirklich für dich, dann lasse es und du brauchst auch nicht weiter zu lesen. Wenn ich dir jetzt etwas über Ordnung und Struktur auf deinem PC erzähle, dann nicht, um dich zu belehren, sondern viel mehr um dir meine schlechten Erfahrungen zu ersparen.

Ich habe Text und die dazugehörigen Bilder immer in einen Ordner abgelegt. Der Titel ist auch der Titel der Anleitung. Ein übergeordneter Ordner sollte heißen „Anleitungen“. Da ich auf mehreren Portalen unterwegs bin und schon mehr als hundert Anleitungen geschrieben habe, muß ich meine Ordner noch differenzierter sortieren.

Meine älteren Anleitungen habe ich so sortiert

Wenn du dir nicht sicher bist, in welchem Portal du deine Werke hochladen sollst, dann stöbere doch einmal durch die anderen Artikel, die ich dazu geschrieben habe. So wie diesen hier
Noch einmal, lies alles, was das Portal von dir erwartet. Die Bildergrößen und -Maße sind extrem wichtig. Nicht immer halten deine Maße die Größe ein. Die Portale schneiden dann automatisch zu. So ist es mir mit einigen meiner Mandalas ergangen, ich wollte sie zentral und gut erkennbar im Bild haben, dargestellt wurden sie nur teilweise. Oft ist es gar nicht schlecht, die Bilder, die als erstes erscheinen so anzuordnen, dass das Objekt kleiner ist, dafür mehr Umgebung hat.

Ich selber war anfangs recht unerfahren im Bilder machen, aber ich habe dazugelernt. So kannst du es auch machen. Das nächste, was der Kunde sieht, ist ein Text. Der ist wichtig. Da solltest du kurz und knackig und dennoch auffällig darstellen, warum deine Anleitung so gut ist. Und danach, was der Kunde braucht an Material und Fähigkeiten, um deine Anleitung nacharbeiten zu können. Dann folgen noch die Sätze, die dem Kunden untersagen, deine Anleitung weiter zu geben. Ich denke mal, es nutzt wenig, an der Stelle fasse ich mich kurz.
Dann brauchst du noch Tags, also Suchworte, die es leichter machen, dich zu finden.
Klar, Bilder und PDF müssen hochgeladen werden und ein Preis sollte es auch haben.

Das ist ein Screenshot von einer Anleitung bei crazypatterns

Wenn dir das zu schwierig erscheint, dann stöbere in deinem Anleitungsportal deiner Wahl und lies, was die anderen Designer schreiben oder schau, wie sie ihre Bilder gestaltet haben. Ich schaue gerne, wie andere Leute was machen, nicht, um es zu kopieren, sondern um mich zu orientieren.
Irgendwann mußt du dich selber auch um eine Vermarktung kümmern, eine geschäftliche Seite bei Facebook ist ein guter Anfang, ich habe seit einigen Monaten Instagram für mich entdeckt. Auch in diesem Bereich kannst du was werden, wenn du dich darum kümmerst und dich verbesserst.

Und wenn es eine Nachfrage gibt, für den Bereich Internet und Social Media, dann schreibe ich gerne einen weiteren Beitrag nur zu diesem Thema.
Ich wünsche dir viel Erfolg, aber auch Freude und Spaß an deinem Tun, also wie immer, ganz viel Flow.

Allgemein · kreative Menschen

Anleitungen schreiben, Teil 2

Wenn du meinen 1. Teil gelesen hast, den findest du übrigens hier, dann zeige ich dir im Teil 2, wie du schreiben solltest.
Vielleicht bist du textsicher in einem Schreib- Programm oder machst das täglich an deinem Arbeitsplatz, dann sind einige Passagen für dich nicht relevant.

Was willst du schreiben

Bei Anleitungen musst du dich komplett auf den Inhalt konzentrieren. Wenn du möchtest, kannst du am Anfang deinen Leser begrüßen und zusammenfassen, was ihn in der Anleitung erwartet. Früher hielt ich das für unnötig, meine neueren Anleitung enthalten immer eine Begrüßung.
Eine ganze seitenlange Geschichte der Entstehung dieser Anleitung ist nicht wirklich angebracht. Falls du aber das Bedürfnis hast, ausgiebig über deine Arbeit zu erzählen, beginne doch, einen Blog zu schreiben, so wie diesen hier.
Also, deine Anleitung enthält die komplette Beschreibung einer Handarbeit, die nach deinem Text gearbeitet werden kann. Um das gut und übersichtlich zu gestalten brauchst du

Struktur

Als wichtigstes Element ist zunächst das Produktbild zu nennen. Das kann ruhig die 1. Seite in Beschlag nehmen. Darüber ist eine Überschrift wichtig. Mach dir lang genug Gedanken, wie dein fertiges Teil heißen soll. Winterschal oder Dreieckstuch sind doch sehr allgemein. Ich gebe größeren Teilen gerne Namen, viele meiner Dreieckstücher haben Namen und die meisten meiner Mandalas und Traumfänger ebenso. Wenn dir gerade kein Name einfällt, schreibe erst mal die Anleitung fertig, oft kommt ein passender Titel von ganz alleine zu dir.
Bevor du schreibst, wie gehandarbeitet wird, solltes du die benötigten Materialien möglichst detailliert angeben. Hebe dir eine Zeit lang die Woll- Banderolen auf. Schreibe den Namen, die Farbe, die Lauflänge und die Zusammensetzung auf. Gelegentlich habe ich sogar alles fotografiert, also Wolle, Häkelnadel und Schere wie z. B. hier:

Dein Text

Schreibe nun, wie dein Häkelstück oder auch dein Strickstück beginnt, Reihe um Reihe oder Runde um Runde. Jeder einzelne Arbeitsschritt mit einem Bild belegt. Dieser Teil ist langwierig, er sollte genau und gründlich sein, aber schließlich ist er das Herzstück deines Textes. Ich habe im Lauf der Zeit manche Dinge verändert. Eine Zeit lang habe ich in Tabellen- Form geschrieben, also links Text, rechts das Bild. Das habe ich wieder aufgegeben, jetzt habe ich unter jeder Reihenbeschreibung direkt das passende Bild.
Wenn du Sätze oder auch Teile davon ausschneidest, kopierst und wieder einfügst, achte sorgfältig darauf, dass hinterher der zusammengefügte Satz passt, also lesbar ist. Wenn eine Stelle knifflig ist, also für den Handarbeiter, erleichtere ihm die Arbeit durch mehrere Bilder oder auch einen Satz extra, wie z.B. an dieser Stelle bereiten wir xxx vor.



Die Ausgestaltung

Die Anleitung hat inhaltlich alles, was es braucht, damit dein Kunde es nacharbeiten kann. Wenn alles richtig ist, solltest du noch einen Moment für die Gestaltung erübrigen. Mir persönlich ist das wichtig.
Fettdruck: markiere alles fett, was wichtig ist, z.B. Reihe oder Runde oder auch am Anfang, Größe, Material, Maschen
Wenn mein Produktbild die richtige Größe hat und der Text komplett ist, dann schiebe ich noch ein wenig Text und Bilder, dass sie schlüssig aufeinander folgen, und nicht halbe Seiten leer sind. Bilder kannst du um wenige Prozent kleiner machen, damit es passt. Wenn du gerne mit den Werkzeugen hantierst, die Word bereit hält, dann kannst du auch kleine Text- Wölkchen einfügen oder einige Passagen farbig machen. Da verwirklicht sich jeder so, wie er es mag. Ich persönlich bevorzuge schlichte Gestaltung in übersichtlicher Optik.
Am Ende meines Textes steht mein Logo und als Link eingefügt alle meine wichtigsten Social Media Accounts. Und natürlich auch der Link zu meinem Blog.
Das habe ich im Laufe der Zeit auch mehrmals geändert und angepasst.

Vorlage

Nach der 5. oder 6. Anleitung solltest du dir eine Vorlage erstellen. Denn jetzt weißt du, was in allen Texten immer wieder vorkommt. Überschrift, Materialien, Logo und Kontakte.
Vielleicht hast du an bestimmten Stellen Standardsätze eingefügt, die immer gleich sind, dann können die ebenfalls in die Vorlage. Ich habe beste Erfahrungen mit Vorlagen gemacht.

Das war es von mir. Ich hoffe, ich habe dir viel nützliches beschrieben, das du auch anwenden kannst. Bei Fragen oder Themenwünschen kannst du diese gerne in einem Kommentar hinterlassen.
Schließlich sollst ja auch du immer im Flow bleiben.

Allgemein · kreative Menschen

Anleitungen schreiben, Teil 1

Vielleicht bist du ja ein Leser meiner Blogartikel und denkst dir, Anleitungen schreiben könnte ich auch.
Dann helfe ich dir weiter. Zuerst ist es ja die Idee, die dich umtreibt, also sie spukt immer wieder durch deinen Kopf und will dich nicht loslassen. Das ist schon einmal gut. Leugne diese Idee nicht und rede sie dir nicht aus, auch wenn du noch keinen Plan hast, ist dieser Wunsch wichtig und sollte nicht überhört werden.
Andere Teile deines Bewußtseins flüstern dir vielleicht zu: ach, das kannst du ja gar nicht, oder das machen so viele Leute, was willst du denn auch noch dazwischen. Diese Stimmen gilt es zu ignorieren. Setz dich hin und mach statt dessen einen Plan.

Es muss kein ausgereifter Business- Plan sein, für den Anfang genügt ein wildes Zusammenschreiben der Dinge, die zu deinem Thema gehören. Und nimm alles, was dein Gehirn oder dein Herz ausspuckt. Nicht nur Fakten, auch Gefühle. Das könnte etwa so aussehen.



So sieht es bei mir aus

Um dir zu erzählen, was alles nötig ist in der Praxis, musst du wissen, was deine Motivation ist und auch, wo es hinführen soll. Wenn du berühmt und vermögend werden willst oder deiner Familie zeigen willst, wie talentiert du eigentlich bist, bist du schon auf einem guten Weg.
Vielleicht macht es dich stolz, einen geschriebenen Text veröffentlicht zu sehen, den andere Leute kaufen. Das ist gerade in unserer digitalisierten Welt sehr einfach zu erreichen.
Denk daran, das ist ein langer Weg, der viel Energie und Durchhalten benötigt. Damit dein Ziel dir nicht zu groß wird, teile es auf in kleine Schritte, die du leichter bewältigen kannst. z.B.: 5 Anleitungen schreiben im kommenden halben Jahr. Das erscheint zunächst machbar. Gut, wenn du es auch schaffst. Falls du wesentlich schneller bist als deine Vorgabe, dann ändere dein Zwischenziel in: 5 Anleitungen in 2 Monaten.

Es ist völlig egal, auf welchem Anleitungs- Portal du veröffentlichst, das Kernstück ist immer eine PDF.
Diese Abkürzung bedeutet Portable Dokument Format. Jedes Schreibprogramm kann einen fertigen Text in eine PDF umwandeln. Dieses Format ist international gültig, überall lesbar und kann im Nachhinein nur schwer geändert werden. Wenn deine Anleitung fertig ist, alle Bilder drin sind und du nach mehrmaligem Lesen einverstanden bist, dann mach eine PDF draus. Der Original Word- Text bleibt dir natürlich erhalten. Auch Textprogramme von Open Office wandeln um in PDF.

Download von pixabay

Es gibt viele Online- Portale, die Anleitungen anbieten. Schau dir alle an, und lies deren Kapitel, in denen es darum geht, bei ihnen Anleitungs- Designer zu werden. Vorraussetzungen, Bildgrößen und noch so einige Fakten, die du dann auch akzeptieren mußt.
Ich habe bei crazypatterns angefangen. Inzwischen bin ich sehr gerne bei myboshi.
Beginne mit einer kleinen Anleitung, also etwas, das jeder selber in kurzer Zeit nacharbeiten kann. Entscheide dich für einen angemessenen Preis und stell es online. Wer auf dich aufmerksam wird, kannst du noch gar nicht abschätzen, aber du kannst zunächst einmal sehr stolz auf dich sein: deine erste Anleitung ist online, dein erster Schritt ist getan auf einem Weg, der dich dahin führen kann, wo du nicht dachtest, dass da ein Weg ist.

Wie es dann weitergeht, das schreibe ich im nächsten Artikel. Wichtig ist ja, dass du begonnen hast und damit bist du genau richtig, du bist dann im Flow.

Allgemein · Nachdenkliches

Chaos und Kreativität- geht das wirklich zusammen?

Das Häkeln, meine Gedanken dazu, meine Planungen und Ideen geben an sich schon großes Chaos in meinem Gehirn. Da versuche ich ständig, in meiner Wohnumgebung, die ja auch Arbeitsumgebung ist, Ordnung und Struktur zu bewahren.
Und ich habe gelernt, nicht fertige Teile oder Projekte, mit denen ich nicht weiter komme, in Kisten hinter Türen zu verbergen.
Dennoch, manchmal brauche ich Woll- Chaos, weil ich intuitiv passende Farben aussuchen will. Dann müssen diese Farben auch direkt vor mir liegen. Und nicht etwa auf dem Boden, in Sesseln oder auf dem Sofa.
Nein, schon in Kisten und nur auf meinem Arbeitstisch. Etwa so:

Chaos und Kreativität-geht das wirklich zusammen?

Es gibt Leute, die brauchen mehr Chaos um sich herum, sagen sie. Ich glaube das nur teilweise. Getreu dem alten Spruch, wer Ordnung hält, ist nur zu faul zum Suchen, bleiben manche Menschen im Chaos und in der Unordnung, weil sie im Moment gar nicht wissen, wo sie das, was ihnen wichtig ist, hinräumen können.
Auf dem Bild oben habe ich mir bewußt alle Möglichkeiten vor Augen gestellt, damit ich mich intuitiv mit passenden Farben verbinde. Da ich recht klein wohne, Ordnung brauche und auch will, sind alle Kisten schon wieder verstaut.
Wenn ich eine größere Wohnung hätte, mit einem Zimmer nur zum Arbeiten— womöglich hätte ich dann auch mehr offen herum stehen, weil ich, wenn ich den Raum verlasse, eine Tür schließen kann.

Das ist ein Download von Pixabay. So oder ähnlich würde ich gerne kreativ arbeiten

Also ganz ehrlich: so ein Raum oder ein Keller oder das Hinterzimmer eines Ladens…. das wäre echt ein Traum von mir. Ich behalte diesen Wunsch mal im Kopf oder lieber noch im Herzen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass manche Herzenswünsche tatsächlich in Erfüllung gehen, aber nur dann, wenn wir sie nicht mit Zweifeln füttern.

In diesem Sinne, verbindet euch mit euren Träumen und Wünschen.
Macht es wie ich: bleibt im Flow

Allgemein · kreative Menschen

Bloggen als Video

Wer mich kennt und hier regelmäßig liest, weiß, dass ich neben dem Kreativ- Sein auch gerne schreibe. Als ich entdeckte, was Blog bedeutet, war es genau richtig für mich. In mehr oder weniger großen Abständen schreibe ich darüber, was mich bewegt, vor allem in meinem Leben als Designerin.

DSC00980

Und um meine Fähigkeiten noch zu optimieren schaue ich immer wieder bei Youtube rein. In letzter Zeit finde ich da öfter mal Videos die sich Podcast nennen, also eine lose Folge aus Filmen, in denen die Handarbeiter über ihre Tätigkeit sprechen und ihre angefangenen und fertigen Werke zeigen.


Klar, ich bin immer neugierig auf Neues. Und sah mir verschiedene Videos an, sogar Männer waren darunter. Allen gemeinsam ist, sie sprechen über das Stricken, ihren Alltag beim Handarbeiten und auch darüber, wie gut und schnell sie bei den verschiedensten Projekten voran kommen.
Das brachte mich auf die Idee, es auch mal zu probieren. Denn über das Häkeln sprachen nicht so viele. Auch nicht, welche krummen und verschlungenen Wege kreative Ideen gehen und von welchen Alltagsmomenten sie gespeist werden.
Das für mich besondere waren die Zahlen, die unten drunter standen:
Diese Zahlen haben mich zum Nachdenken gebracht. Ein Video, das seit 1 Tag online steht und das schon mehr als 2000 mal aufgerufen wurde. Dazu eine Abonnenten Rate von mehr als 3000. Also scheint es ein Thema zu sein.
Es interessiert die Menschen draußen in der Welt, wie der Alltag bei Handarbeitern aussieht. Vielleicht fühlen sich einige, als wären sie selbst dabei.

Vielleicht nicht ganz so kompliziert.

Ich habe schon einen Kanal bei Youtube und ich zeige dort, wie gehäkelt wird. Ich bin immer noch nicht auf der Ebene, in der Werbung eingeblendet wird. Wenn ich jetzt, wie all die anderen auch Videos machen würde, indem ich über mein wichtigstes Hobby sprechen könnte, bekäme ich da mehr Feed?
Eine Frage, die mich lange umgetrieben hat. Dann noch der uralte Konflikt, mit dem ich nicht alleine bin: Will ich wirklich vor die Kamera und kann ich das auch?
Ich schaute mir über Wochen die Videos der anderen an, aber nicht nur, um für mich die richtige Form zu finden oder gar, um jemanden nachzumachen. Mir waren andere Fragen wichtig: wie sitzen sie, wie gliedern sie, was sie erzählen wollen, wie sieht der Hintergrund aus, und wie geht das technisch.
Nach diesem vielen Zuschauen hatte ich einige Basics beieinander:


-Zwischen 30 und 50 Minuten, viel länger sollte kein Video werden
-Strukturierter Ablauf, eventuell mit Notizen dazu
-Alles, was ich zeigen will, lege ich mir in Reichweite, so brauche ich weniger Zeit für Schnitte im Video.
-Lachen nicht vergessen und gelegentlich einen Witz machen, ausschließlich über mich
-Authentisch bleiben und von mir und meinen Erfahrungen berichten.

Und so sieht es dann bei mir aus.

Die ersten Videos sind bereits online, sie leiden ein wenig an geringer Reichweite und ich verbessere jede neue Folge.
„Geschichten aus meiner Häkelwerkstatt“ heißt die Serie, und bereits 4 Episoden stehen auf meinem Kanal online bereit.
Und hier findest du meinen Kanal.

Mach es wie ich: bleib im Flow