Allgemein · Für Anfänger

Was du alles brauchst, um mit dem Häkeln zu beginnen

Ich brauche all die Dinge, die jedem , der häkelt und strickt, bekannt sind. Womöglich lesen diesen Blog auch Anfänger, die meist auch Suchende sind, gewissermaßen Entdecker in der weiten Welt des Netzes.
Heute wende ich mich einmal an die Anfänger. Häkeln ist wunderschön, entspannend, beruhigend und auch beflügelnd. Dennoch… einige sehr praktische Hilfsmittel sind unerlässlich.

Wolle

Häkelarbeiten werden aus Wolle gefertigt, von sehr dünnem Garn bis zu ganz dickem Garn, das aus Stoffresten gefertigt ist. Entscheidend ist erstens: was will ich machen? und zweitens: gefällt mir die Farbe? Ein weiterer Punkt ist auch: wie fühlt es sich an? Es ist sogar möglich, dass Wolle zuerst gekauft wird, weil die Farbe so schön ist und weil sie sich  wunderbar anfühlt. Auch das ist in Ordnung. Das Objekt, das genau zu der Wolle passt, kommt dann sehr bald von alleine dazu.

Was du alles brauchst, um mit dem Häkeln zu beginnen

Häkelnadeln

Die Nadeln sind ein riesiges Kapitel. Wichtig ist, einige zu haben in den üblichen Standard- Größen. In Deutschland beginnen sehr dünne Nadeln für die Filethäkelei bei der Nr. 1. Baumwolle für Mandalas, wie ich sie entwerfe, kann man mit der Nadel 2,5 bis 3,5 verwenden. Viele Kleidungsstücke werden mit der Nadel 4 gearbeitet, Mützen werden, je nach Art der Wolle, mit der Nadel 6 bis 8 gehäkelt, ebenso viele schwere Decken, wie z.B. meine Sofadecke bei crazypatterns .
Häkelnadeln müssen ausprobiert werden. Es gibt dünne und welche mit ergonomischem Griff. Auch die Beschaffenheit des Materials ist sehr unterschiedlich. Da hilft nur: ausprobieren, wie die Nadel in der Hand liegt und wie die gekaufte Wolle sich verhäkeln läßt.

In manchen Discountern findest du fertige Pakete, da ist Wolle drin und meistens auch eine Häkelnadel. Der Anfänger, der noch kein oder sehr wenig Werkzeug hat, kann direkt loslegen. Einige meiner Häkelnadeln habe ich auch aus solchen Packungen.
Inzwischen gibt es ziemlich viele Häkelnadeln, einen kleinen Ausschnitt siehst du hier auf dem Bild.

Was du alles brauchst, um mit dem Häkeln zu beginnen

alles andere

Was Handarbeiter auch  noch brauchen, sind: eine Schere zum Fäden abschneiden, mehrere verschieden große Stick- und Stopfnadeln, um die Fäden zum Schluß zu vernähen. Manche Menschen benutzen Maschenmarkierer, die das zählen erleichtern. Ein Maßband oder Lineal sind auch wichtig. Ich habe sogar immer ein Heft und einen Stift griffbereit, aber ich kreiere ja auch ständig neue Ideen

Zeit, Ruhe, eine Tasse Kaffee und einen „flow“

Diese Dinge sind auch wichtig. Handarbeiten soll ein Ausgleich sein zu dem, was man sonst beruflich tut. Und wenn die ersten Hürden überwunden sind, also der Anschlag, das Maschen-Zählen und das Muster können…. dann entsteht der Flow, der dich mit sanften Schwingungen durch deine Tätigkeit führt.

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So sieht es oft bei mir aus, wenn ich etwas neues ausprobiere und auch gleich mitschreibe.

Also mach es wie ich, bleib im Flow, besonders wenn du anfangen willst.

P.S. Bildquellen: pixabay und meine eigenen

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Dreieckstücher und ihre Namen

Dreieckstücher häkeln ist gerade sehr populär. Auch ich konnte mich ihrer Faszination nicht entziehen. Zuerst habe ich kostenlose und kostenpflichtige Anleitungen nachgehäkelt. Eines der ersten war das „Virustuch“. Es bekam seinen Namen von der virusartigen schnellen Verbreitung im Internet. Das Muster fand ich persönlich sehr spannend. Nicht mehr, das ich blind häkeln konnte, ich mußte mitzählen und aufpassen. Und trotz aller Vorsicht ist mir ein Fehler unterlaufen. Schau einmal, ob du ihn findest.
Hier meine Virustuch.

Dreieckstücher und ihre Namen
Später dachte ich, neue Muster, bzw eine schöne Kombination von verschiedenen Mustern kann ich auch selber gestalten und erfinden.
Eines der ersten Tücher habe ich bei Häkeln for You veröffentlicht. Die Chefredakteurin hat es Elfenzauber genannt.
Hier ist es zu sehen.

Bild 1

Ein sehr passender Name, wie ich finde. Und ab diesem Zeitpunkt wollte ich kein einziges Tuch mehr veröffentlichen, das nicht einen Namen hatte.

Ich entdeckte die Bobbel, die es  überall zu kaufen gab, ich lernte, vier Fäden gleichzeitig in einem Farbverlaufsgarn zu verhäkeln, aber es gab dann auch bald Garne, die mit Farbverlauf und dennoch verzwirnt zu haben waren.
Wenn ich hier Firmen und Hersteller für Bobbel nennen soll, dann schreibe ich gerne eine extra Artikel.

Meine neuen Tücher also wollte ich nicht mehr ohne Namen veröffentlichen. Nach viel Grübeln und intensivem Nachdenken fiel mir auf, dass Tücher meistens nach Frauen oder Landschaften genannt werden. Ich habe 3 Söhne, deren Namen ich verwenden wollte, gerne auch verfremdet. Ein deutscher Name, der italienisch klingt, war meine Idee. Und die Namensgeber meiner ersten beiden Tücher diskutierten meine Vorschläge und genehmigten mir die Benutzung und Verfremdung ihrer Namen.

Hier sind sie

Dreieckstuch Giuliano1

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Dieses Tuch heißt Benito

Für den Winter gibt es ein wärmendes Kuscheltuch, das im Design am besten zu dem letzten noch ausstehenden Namen meiner Kinder passt. Sobald es fertig ist und derjenige auch einverstanden, wird es ein Winterprojekt.
Ein weiteres Tuch, dass erst vor kurzem fertig geworden ist, wollte ich immer gerne nach einem italienischen Freund unserer Familie nennen. Heute habe ich ihm davon erzählt, er ist einverstanden und freut sich sehr. Er war es, der mich auf die Idee brachte, zu jedem Tuch eine Story zu schreiben.

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Ganz so viel gibt es da nicht zu erzählen, aber immerhin habe ich die Tücher, ihre Namen und ihre Vorbilder in diesem Blogartikel zusammengefasst.

Somit bleibe ich immer im Flow, und du kannst das auch.

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Meine ebooks

Ich wollte schon immer ein Buch schreiben

Schreiben an sich ist ganz klar sehr wichtig in meinem Leben. Im Schreiben meiner Anleitungen habe ich Form und Struktur geübt. Trotzdem, ich wollte mehr, ein Buch wäre toll, dachte ich viele Jahre.

Jetzt habe ich lange genug gewartet, bis die Technik unserer Welt es mir erlaubt, ohne von einem Verlag akzeptiert und heraus gebracht zu werden, zu schreiben und das Ergebnis zumindest virtuell dieser Welt zu präsentieren.
Ich habe dabei BoD als Buchvertrieb für mich entdeckt. Hier der Link dazu

Meine Erstlinge

Die beiden gezeigten Cover meiner ersten Bücher sind einzelne Anleitungen. Sie sind meine Übungs- Projekte, an denen ich ausprobierte, was der Buchverlag aus meinem Text macht und was ich noch alles zusätzlich gestalten will und muß. Außerdem brauchte ich diese Zeit, um mich in dem Programm zurechtzufinden. Aber wenn alles sitzt und passt, dann ist das Ergebnis durchaus vorzeigbar.

 

Bei amazon

Mandala in starken FarbenMandala Sonnenradund dieses hier 

 

Weitere Ideen  zu weiteren Büchern.

Am liebsten hätte ich ein Häkelbuch mit mehreren Anleitungen, die um das gleiche Thema kreisen.
Ich plante also ein neues Projekt mit verschiedenen Häkelarbeiten, die besonders in der Küche und im Bad verwendet werden. Da habe ich von Beginn an jede neue Anleitung genau da hin gesetzt, wo ich sie mit meiner vorher erstellten Gliederung geplant hatte.       Planung, Struktur, Gliederung, das sind nicht gerne getane Arbeiten für mich als kreativen Geist. Doch ich beginne, mich damit anzufreunden und genau das schätzen zu lernen.

Und mitten beim häkeln, fotografieren und schreiben wurde mir klar, dass Projekte für Küche und Bad in einem Werk im Moment noch zu viel sind. Ich halbierte mein Thema, schaute mir an, was bereits fertig ist und was noch in der Planung und entschied mich für die Küche.

Und hier ist es, erhältlich bei BoD und bei amazon

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Ich bin echt stolz, das geschafft zu haben.
Mach es einfach wie ich, bleib im Flow.

 

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Fäden vernähen

Fäden Vernähen

Heute schreibe ich über eines der unangenehmsten Themen beim Handarbeiten:
das Vernähen der Fäden.
Es ist wichtig, es gehört dazu und ja, es ist ganz vielen Leuten lästig.
Wenn du gerne kochst oder backst, musst du hinterher aufräumen. In jeder Werkstatt entsteht Abfall, der entsorgt werden muss. Beim arbeiten mit Wolle bleiben Fäden hängen, die sorgfältig in das fertige Stück integriert werden müssen. Manche Leute sagen dazu sogar „Fäden verstecken“.

Wenn du einen Schal häkelst oder eine einfarbige Mütze, dann gibt es am Anfang und am Ende je 1 Faden. Die zu vernähen, sollte niemanden stressen. Die wirklich bunten Stücke hinterlassen ein wüstes Durcheinander an Fäden, die einem komplett die Lust an der gesamten Arbeit vermindern. Besonders große Decken aus Wollresten oder Einzelstücken lassen ein unentwirrbares Chaos an Fäden zurück.

Fäden vernähen
Rückseite eines Grannys

Manche beinahe fertige Arbeit ist in einer Ecke gelandet, weil das Nacharbeiten und schön machen ein ungeheurer Arbeitsaufwand zusätzlich wäre. Bevor deine besten Stücke, die ja schon beim Häkeln viel Liebe und Sorgfalt erfahren haben, nur wegen der übrigen Fäden in eine dunkle Ecke wandern, sage ich dir, es gibt

Lösungen, um das Vernähen zu strukturieren

Fäden vernähen in Etappen

Stell dir vor, du hast ganz wunderbare Blüten oder Grannys entdeckt, mit denen du erstens deine Wollreste verbrauchen kannst und zweitens ein größeres Häkelstück damit kreieren kannst. Häkle ca 10 dieser Elemente und kümmere dich um das Vernähen.

Fäden vernähen
Rückseite eines Mandalas

Ich nehme mir gerne am Tag, gleich früh am Morgen genau dafür Zeit. Auch Morgenmuffel werden erkennen, dass der frühe Tag, wenn unser Gehirn ausgeschlafen ist, die Augen noch gut funktionieren und der Alltag uns noch nicht komplett in seinem Würgegriff hat, also dass genau diese Tageszeit optimal ist, einige Fäden zu vernähen.

Fäden gleich mit einhäkeln

Eine weitere wirklich gute Methode ist, die Fäden gleich beim Häkeln mit einzuarbeiten. Vor allem, wenn du dichte Reihen oder Runden aus festen Maschen oder Stäbchen häkelst, ist es sehr leicht, den vorherigen Faden hinter der Arbeit ein Stück weit mitzuführen und ihn beim Häkeln einfach mit zu umhäkeln.
Sind die Reihen oder Runden lockerer gehäkelt oder werden immer mal wieder Maschen übersprungen, dann geht das einfach nicht so gut, weil der Faden hinten dran sichtbar ist. Also ich mag das eher nicht.
Eine seltene, aber auch mögliche Lösung ist ein wunderbarer Mensch in deiner direkten Umgebung, der sagt: gib mal her, ich vernähe es dir.

Fazit

Da mir das Thema „Vernähen“ so wichtig ist, habe ich ein Video dazu gedreht. Es zeigt, wie du vernähst und auch, wie du Fäden beim arbeiten mit einhäkeln kannst.
Du findest es hier
Häkle, probiere aus, erfinde, gestalte und kümmere dich auch um eine saubere Endverarbeitung. Das gehört einfach dazu und dein fertiges Projekt wird dir und  anderen Menschen viel Freude bereiten.

In diesem Sinne, mach es wie ich und bleib im Flow.

 

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Vom Mandala zum Traumfänger

Zuerst gab es die Mandalas

Ich liebe Mandalas, und sie zu häkeln, macht mich nicht nur sehr glücklich, sondern ich gebe meiner Kreativität durch sie Anstupser. Mandalas sind nicht einfach als Plan in meinem Kopf, sondern sie entstehen oft erst beim Tun. Ich beginne in der Mitte, ich wechsle Muster und Farben und ich muß auch immer berechnen, wie oft ich zunehmen muß, damit es flach bleibt.
Häkeln und Rechnen? Nein, eher nicht. Selbst die Zunahmen gestalte ich eher intuitiv. Das Mandala zeigt, ob es so richtig ist. Wölbt es sich nach oben, war die Zunahme zu knapp, schlägt es Wellen, habe ich es übertrieben. Fazit ist, ausprobieren bedingt oft, dass auch Auftrennen nötig wird. Damit kann ich leben.

In meinem Video- Kanal bei YouTube habe ich einfache Grundformen von Mandalas gezeigt und habe sie durchnummeriert Mandala Nr. 1 bis  Nr. 10.

Traumfänger

Viele Menschen, die meine Mandalas mögen, haben gefragt, ob ich auch Traumfänger machen kann. Sicher, kann ich das, mein Hindernis war, dass ich dazu Perlen auffädeln muß und Federn integrieren soll. Nicht gerade meine Lieblings- Tätigkeiten.
Ich habe es trotzdem versucht, weil ich mich neuen Dingen gegenüber nicht mit meinen Vorurteilen ausbremsen wollte.

Hier sind meine ersten Prototypen

DSC01114Traumfänger JulianDSC01342

Echte Federn verwende ich nur ungern. Als Alternative habe ich Federn gehäkelt, zuerst kleinere, das waren abgewandelte Anleitungen für Blätter, die sehen schließlich ähnlich aus.
Danach fand ich richtig schöne Federn zum Häkeln. Darüber habe ich in einem anderen Beitrag schon geschrieben und es gibt darin eine kostenlose Anleitung für diese Federn .
Hier ist der Beitrag

Und- ich entwickelte mich weiter.

Der Traumfänger links im Bild bekam den Namen Wolkenblau.
Der rechts im Bild heißt Saphir, den habe ich nach langer Pause wieder einmal mit nicht gehäkelten Federn ausgestattet. Ich hatte mir dazu Rat und Unterstützung in einem Schmuck- und Perlenladen geholt. Dort gab es auch speziellen Schmuck- Kleber, der sehr unauffällig und einfach anzuwenden ist. Jetzt habe ich genug Kenntnisse und Fertigkeiten, um in dem Thema Traumfänger noch mehr Möglichkeiten zu entdecken.
Für beide abgebildeten „Dreamcatcher“ gibt es Anleitungen. Hier die Links dazu, veröffentlicht bei myboshi.
Wolkenblau                                                                   Saphir

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Also viel Freude mit meinen Traumfängern und viel Flow, um eigene Modelle selber zu häkeln. Übrigens: Ich veröffentliche keine Anleitung mehr, ohne dass meine Werke spezielle Namen erhalten, ganz besonders meine Traumfänger.

Macht es wie ich -und bleibt im Flow, liebe Handarbeiter.

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myboshi

Die Zeit davor

In der Zeit, als ich begann, systematisch für die Weihnachtsmärkte zu stricken, begegneten mir immer wieder mal Mützen. Mützen kannte ich, konnte ich stricken, doch dann sah ich erstmals auch gehäkelte Mützen. Eine Kundin und erzählte mir, jetzt gibt es doch diese neuen Mützen, die heißen Boshi und die werden von Studenten gehäkelt.

Meine Neugier war geweckt

Die Frau empfahl mir das Mützen- Häkel- Buch. Klar,dass ich mir das kaufte.
Es heißt „Myboshi Mützenmacher“ und du bekommst es auf der Homepage von MyBoshi.
Und ein Stück weit hat es meine damalige Welt verändert. Ich fraß mich gierig durch den Text beinahe jeder Anleitung und ich häkelte ganz viele nach. Mein Sohn und seine damalige Freundin, jetzt Ehefrau, standen mir gerne für Bilder zur Verfügung. Seit ich sie kenne, hat sie schon viele Mützen von mir getragen.

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Und in der Zeit, als Mützen von beinahe jedem Menschen getragen wurde, hatten wir Frauen, die wir gemeinsam den Stand auf dem Weihnachtsmarkt betrieben, für fast jeden Geschmack unserer Kunden die passende Kopfbedeckung.
Das mit den Mützen wurde dann weniger und ich begann, auch andere Dinge zu häkeln. Aus mir, einer seit der Jugendzeit strickende Frau, wurde eine Häklerin.
Ich bin ganz sicher, die beiden „Jungs“, die die Boshi Mützen erfunden hatten, haben mich dazu inspiriert.

Ich häkelte immer mehr und begann, Anleitungen zu schreiben

Was ich wo in der Welt und im Internet veröffentliche, habe ich in diesem Beitrag zusammengefasst.
Schreiben für eine Zeitschrift und für 2 Anleitungs- Plattformen…. lange dachte ich, das ist genug. Meine Schwiegertochter, die von mir eine Frühlingsmütze wollte, brachte mich dazu, bei Google den Namen Boshi einzugeben. Die Internet Seite, die dann erschien, war richtig gut gemacht. Ich hatte mich länger gar nicht beschäftigt mit Boshi- Mützen. Hier ist erstmal der Link zu www.myboshi.net

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Ich verbrachte viel Zeit auf der Seite. Es gibt Wolle zu kaufen, Zubehör, komplette Pakete mit Wolle und Anleitungen, selbst den Mützenkonfigurator gibt es noch. Da können die Menschen, die nicht handarbeiten , eine Mütze in einem bestimmten Design in ihren Wunschfarben kaufen. So etwas kann ich mir auch vorstellen für meine Traumfänger….
Und für alle, die immer noch nicht handarbeiten können, aber neugierig sind, es zu lernen, gibt es die Abteilung Boshi Wissen, darin ein Blog und ein Lexikon, jedes übersichtlich nach Themen geordnet.
Die ganze Story von 2 Studenten, die in Japan waren und dort von einer Spanierin gezeigt bekamen, wie man(n) Mützen häkelt und wie daraus eine Firma entstand, die im DIY Bereich nicht mehr wegzudenken ist, all das kannst du auf ihrer Seite lesen.
Und das sind sie:
Felix Rohland und Thomas Jaenisch. Mittlerweile ist myboshi eine GmbH

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Nachdem ich alles gelesen hatte und mich fühlte, als hätte ich 2 alte Freunde wiedergefunden, las ich, dass sie Anleitungs- Designer suchen. Der Satz:

Wir habe die Kunden, du die Ideen

brachte mich dazu, ich glaube innerhalb von wenigen Tagen, die ersten Anleitungen hochzuladen. Ich freue ich sehr, dabei zu sein. Bei Facebook haben wir eine Designer- Seite, da gibt es immer Support für uns. Und neue Ideen und Veränderungen begonnen oft genau da. Ich habe dann immer das Gefühl, ich kann aktiv an der Gestaltung und Verbesserung der Seite mitarbeiten. Das gefällt mir.
Ich habe mich auch für ein Portrait über mich beworben und bekam einen Artikel im Blog, der mich, meine Arbeit und meinen Shop vorstellte. Hier ist er

Das ist mein Shop bei MyBoshi . Schau vorbei, lass dich inspirieren und hinterlasse gerne einen Kommentar.
Mach es einfach wie ich, bleib im Flow

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Granny Square als Geschenk

Es ist jetzt fast eineinhalb Jahre her, als ich den Plan hatte, meinem frisch verheirateten Sohn und seiner Frau eine Tagesdecke für ihr neues Zuhause zu häkeln. Das Gute an diesem Riesen- Projekt war, dass zum Zeitpunkt der Entscheidung für die Decke das neue Zuhause noch in der finstersten Planungs- Schublade hockte.

Meine Schwiegertochter und ich planten die Größe und Ausgestaltung der Decke, und ich bestellte Wolle dazu. Als ich dann anfing, die Grannys zu häkeln und miteinander zu verbinden, kam mir die Idee, eine kleinere Version zuerst zu häkeln und dann dafür eine Anleitung zu schreiben. Die kannst du hier kaufen.

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Es hat mich so sehr begeistert und beschäftigt, dass ich auch noch einen Blog- Artikel dazu geschrieben habe, mit den wichtigsten Planungs- Details für diejenigen, die selber auch so eine Decke häkeln wollten. Den Blogartikel dazu findest du hier.

Die Anleitungs- Decke bestand aus 36 Quadraten, die fertige Decke aus 80. Nach der Fertigstellung habe ich sie auch noch umrandet mit mehreren Runden, das war bei mir zu Hause auf dem Sofa ein echt gewichtiges Problem. Dennoch- irgendwann war sie fertig und ich trug sie in meinen Hof, um sie einmal in groß zu sehen und ich machte Bilder aus meinem Fenster.

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Tja, und heute war es soweit: Die Decke in ihrer endgültigen Größe war fertig, und mein Sohn hat mich eingeladen in sein neues Haus. Trotz der sehr theoretischen Planung und in der Annahme einer Bettgröße, die auch nicht sicher war, passte alles. Fast noch schöner, als ich es mir vorgestellt hatte.
Und hier ist sie: Granny- Decke in edlen Farben als Bettüberwurf

Granny Square als Geschenk

Also dann: macht es wie ich und bleibt im Flow. Mit allem, was ihr tut

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Ute’s Feenstübchen

Heute schreibe ich über Ute, eine Bekannte, die häkelt, so wie ich. Doch sie macht ganz andere Dinge, die ich sehr faszinierend finde.
Deswegen stelle ich sie euch heute vor. Ute- in diesem Fall genügt der Vorname.

Stricken konnte sie schon seit ihrer Kinderzeit, irgendwann wechselte sie dann zum Häkeln, sie brauchte neue Herausforderungen. Und dann nicht einfach Topflappen oder Kissenbezüge, nein, es waren die kleinen zarten Deckchen aus dünnem Garn, die auf alten Möbelstücken liegen.

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Schließlich hatte sie gute Augen und geschickte Finger, da waren sogar Deckchen aus Nähgarn kein Problem für sie. Gestern sagte sie mir, das Häkeln, das wirklich konzentriert sich auf diese Arbeit einlassen,  hat sie davor bewahrt, durchzudrehen, als sie erfuhr, dass ihr Mann schwer krank war. Sie hat ihn begleitet auf seinem Weg und muß jetzt ohne ihn leben. Das stelle ich mir sehr schwer vor, aber sie hat mit ihrer besonderen „Meditation“ die Ruhe und Stärke bewahrt, die nötig ist, das alles auszuhalten. Davon abgesehen hat sie wunderbare Kinder, die ihr ebenfalls zur Seite stehen.

Die Deckchen waren ja nur die Grundidee. Daraus ihre Feen zu gestalten, mit einem kleinen Kopf aus Holz und mit dünnen Beinchen, das war das eigentlich Neue bei dieser Arbeit. Jede einzelne Fee bekam so ihre ganz eigene Persönlichkeit.

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Als sie mir alles vor Monaten zeigte, war ich völlig begeistert und riet der Ute, ihre kleinen, zarten Gestalten der Welt zu präsentieren. Ute ist nicht so sicher im Internet,
da hat  ihre Tochter sie tatkräftig unterstützt.
Gemeinsam habe sie den Namen Ute’s Feenstübchen ins Leben gerufen. Ihre Tochter hat all die wunderbaren Bilder gemacht und nun hat sie einen Shop bei dawanda und einen Account bei Instagram. Und jede einzelne Fee oder Ballerina hat einen eigenen Namen.
Schaut selber, was sie alles für wunderbare Feen eingestellt hat.

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Und hier ist meine eigene Fee, ein Geschenk zum Geburtstag.

Macht es wie Ute- bleibt im Flow.

 

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Häkeln ist mehr als nur ein Hobby

An manchen Tagen bin ich nicht rastlos am häkeln, am schreiben und am posten meiner Arbeiten. Da bin ich nachdenklich, weil ich vielleicht in meiner Umgebung oder auch in meiner Familie Dinge erlebe, die es verdient haben, dass ich darüber nachdenke.
Ich fühle mit, ich möchte helfen, und ich weiß genau, das geht gerade nicht.

Auch in diesen Momenten ist häkeln gut für mich. Wenn das jemand liest, der strickt, webt oder näht, natürlich gilt das für jeden handarbeitenden Menschen.
Unvollendete Dinge sind genug da. Ich nehme gerne das, das kurz vor der Vollendung steht. Ich mache es mir bequem, mit Kaffee oder Tee und bringe mich mit dem reinen Häkeln, ohne dass ich dabei an das Veröffentlichen denke, in eine Ruhe, die mir Raum und Zeit gibt, meine Gedanken zu sortieren.

Früher haben die Menschen auf der Veranda oder der Parkbank gesessen und nachgedacht. Viele sind am Sonntag in die Kirche gegangen, haben dort gebetet und der Musik gelauscht oder mitgesungen. In unserer heutigen und so rastlosen Welt nehmen sich immer weniger Menschen dafür die Zeit. Viele andere Dinge scheinen wichtiger, die Arbeit, die Verpflichtungen aller Art, der mit Terminen überfüllte Tag, der kaum Raum bietet zum Atem holen.

Vor vielen Jahren war ich häufig in der Kirche, und ich weiß, dass es mir gut getan hat. Gebete begleiten mich immer noch, doch im Häkeln finde ich einen wunderbaren Einklang zwischen den Händen, die von ganz alleine wissen, was sie tun sollen und den Gedanken, die frei fließen können.
Dann trauen sich auch die Gefühle nach oben zu kommen. Manchmal werde ich versöhnlich, wo vorher Wut war, manchmal muss ich sogar weinen, wenn mich etwas berührt. Meine Hände arbeiten fleißig weiter, die Wolle gleitet durch meine Finger und das Häkelstück wächst fast von alleine.

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Irgendwann lache ich ein wenig  über mich selber und bleibe innerlich verbunden mit denen, die es gerade schwer haben. Ich kann dann auch die Häkelarbeit wieder hinlegen und mich um den verpflichtenden Teil meines Lebens kümmern, wie arbeiten gehen, Wäsche waschen oder die Küche aufräumen.
Spätestens am nächsten Tag melden sich meine kreativen Geister wieder und wünschen sich von mir neue Projekte. Da ich mir diese Pause gegönnt hatte, geht es sehr entspannt weiter. Und ich bin weiterhin im Flow, der mich trägt.

Macht es einfach wie ich: bleibt im Flow

P.S. Die Bilder habe ich bei pixabay heruntergeladen

Allgemein

Jeder ist kreativ

Neues, das begeistert

Jetzt will ich das auch endlich einmal ausprobieren: Häkeln mit mehreren Farben.
Es gibt so wunderschöne gehäkelte Taschen aus Südamerika. Mochilla heißen die. Und die Art, mit mehreren Farben zu häkeln, nennt sich Tapestry.
Ganz ehrlich- bis vor einigen Tagen war das für mich ein absolutes No-Go. Aber die Farben und die Indianer- Muster haben mich schon sehr fasziniert. Also muß ich, nein, will ich schon wieder etwas neues lernen. Häkeln mit mehreren Farben gleichzeitig. Manchmal empfinde ich mich als chaotisch, zu chaotisch, um mehrere Farben in Arbeit haben zu können.
Das ist nur ein Vorurteil, das ich über mich selbst gefällt habe. So etwas tut gar nicht gut.

Tapestry-Versuch
Das ist mein erster Versuch, der Boden einer Tasche in mehreren Farben

Probiere Neues aus.

Auch du, mein geschätzter Leser, meine interessierte Handarbeiterin, solltest dich nicht bremsen lassen, nur weil du etwas noch nie gemacht hast. Ran an die Nadeln, ausprobieren, und die weite Welt des Internets endlich für dich nutzen. Es gibt für ganz viele Häkel- Arten ein passendes Video. Ich mache das auch. Bis ich weiß, wie es geht, und dann improvisiere ich schon wieder, bzw ändere, gestalte um und denke mir Dinge aus, die dazu passen könnten. Das ist auch gar nicht schwer. Jede, jeder der ein wenig neugierig ist, kann das auch. Erst die Technik lernen und sie dazu benutzen, seine persönlichen Ideen umzusetzen.

Das ist Kreativität.

Viele Leute, gerne viel zu viele Frauen, sagen: „Ja, ich kann häkeln, aber ich bin nicht kreativ, ich brauche immer eine Anleitung“. Das Häkeln, auch das Stricken, nähen und basteln ist an sich schon kreativ, nur weil man das tut.
Und wenn du bei einer Anleitung beschließt, du arbeitest die folgende Reihe oder Runde mit einer anderen Farbe oder anderem Muster, dann hat sich dein lange unterdrückter Kreative befreit und hat eine erste kleine Idee umgesetzt. Lerne, diesen Kreativen zu schätzen, liebe ihn und lass ihn gewähren, der hat fast immer recht.

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Und wenn du wissen willst, wie die Geschichte ausging mit meinem Erstversuch im tapestry- Häkeln….. tja, ich verlor das Interesse wieder und machte nicht weiter. Ich bin sehr froh, dass ich wenigstens das Foto noch hatte. Ich werde einen Rand drumherum häkeln und dieses Stück als Topfuntersetzer nutzen. Trotzdem war es gut und richtig, es einmal auszuprobieren.

In diesem Sinne, bleibt im Flow, liebe Frauen und Männer, die ihr an der (Häkel )-Nadel hängt.