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Anleitungen schreiben, Teil 3

Das ist der letzte Teil zum Thema Anleitungen schreiben. Hier geht es um das Management deiner Texte. Wenn du nach 3 geschriebenen Anleitungen denkst, das ist es doch nicht wirklich für dich, dann lasse es und du brauchst auch nicht weiter zu lesen. Wenn ich dir jetzt etwas über Ordnung und Struktur auf deinem PC erzähle, dann nicht, um dich zu belehren, sondern viel mehr um dir meine schlechten Erfahrungen zu ersparen.

Ich habe Text und die dazugehörigen Bilder immer in einen Ordner abgelegt. Der Titel ist auch der Titel der Anleitung. Ein übergeordneter Ordner sollte heißen „Anleitungen“. Da ich auf mehreren Portalen unterwegs bin und schon mehr als hundert Anleitungen geschrieben habe, muß ich meine Ordner noch differenzierter sortieren.

Meine älteren Anleitungen habe ich so sortiert

Wenn du dir nicht sicher bist, in welchem Portal du deine Werke hochladen sollst, dann stöbere doch einmal durch die anderen Artikel, die ich dazu geschrieben habe. So wie diesen hier
Noch einmal, lies alles, was das Portal von dir erwartet. Die Bildergrößen und -Maße sind extrem wichtig. Nicht immer halten deine Maße die Größe ein. Die Portale schneiden dann automatisch zu. So ist es mir mit einigen meiner Mandalas ergangen, ich wollte sie zentral und gut erkennbar im Bild haben, dargestellt wurden sie nur teilweise. Oft ist es gar nicht schlecht, die Bilder, die als erstes erscheinen so anzuordnen, dass das Objekt kleiner ist, dafür mehr Umgebung hat.

Ich selber war anfangs recht unerfahren im Bilder machen, aber ich habe dazugelernt. So kannst du es auch machen. Das nächste, was der Kunde sieht, ist ein Text. Der ist wichtig. Da solltest du kurz und knackig und dennoch auffällig darstellen, warum deine Anleitung so gut ist. Und danach, was der Kunde braucht an Material und Fähigkeiten, um deine Anleitung nacharbeiten zu können. Dann folgen noch die Sätze, die dem Kunden untersagen, deine Anleitung weiter zu geben. Ich denke mal, es nutzt wenig, an der Stelle fasse ich mich kurz.
Dann brauchst du noch Tags, also Suchworte, die es leichter machen, dich zu finden.
Klar, Bilder und PDF müssen hochgeladen werden und ein Preis sollte es auch haben.

Das ist ein Screenshot von einer Anleitung bei crazypatterns

Wenn dir das zu schwierig erscheint, dann stöbere in deinem Anleitungsportal deiner Wahl und lies, was die anderen Designer schreiben oder schau, wie sie ihre Bilder gestaltet haben. Ich schaue gerne, wie andere Leute was machen, nicht, um es zu kopieren, sondern um mich zu orientieren.
Irgendwann mußt du dich selber auch um eine Vermarktung kümmern, eine geschäftliche Seite bei Facebook ist ein guter Anfang, ich habe seit einigen Monaten Instagram für mich entdeckt. Auch in diesem Bereich kannst du was werden, wenn du dich darum kümmerst und dich verbesserst.

Und wenn es eine Nachfrage gibt, für den Bereich Internet und Social Media, dann schreibe ich gerne einen weiteren Beitrag nur zu diesem Thema.
Ich wünsche dir viel Erfolg, aber auch Freude und Spaß an deinem Tun, also wie immer, ganz viel Flow.

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Anleitungen schreiben, Teil 2

Wenn du meinen 1. Teil gelesen hast, den findest du übrigens hier, dann zeige ich dir im Teil 2, wie du schreiben solltest.
Vielleicht bist du textsicher in einem Schreib- Programm oder machst das täglich an deinem Arbeitsplatz, dann sind einige Passagen für dich nicht relevant.

Was willst du schreiben

Bei Anleitungen musst du dich komplett auf den Inhalt konzentrieren. Wenn du möchtest, kannst du am Anfang deinen Leser begrüßen und zusammenfassen, was ihn in der Anleitung erwartet. Früher hielt ich das für unnötig, meine neueren Anleitung enthalten immer eine Begrüßung.
Eine ganze seitenlange Geschichte der Entstehung dieser Anleitung ist nicht wirklich angebracht. Falls du aber das Bedürfnis hast, ausgiebig über deine Arbeit zu erzählen, beginne doch, einen Blog zu schreiben, so wie diesen hier.
Also, deine Anleitung enthält die komplette Beschreibung einer Handarbeit, die nach deinem Text gearbeitet werden kann. Um das gut und übersichtlich zu gestalten brauchst du

Struktur

Als wichtigstes Element ist zunächst das Produktbild zu nennen. Das kann ruhig die 1. Seite in Beschlag nehmen. Darüber ist eine Überschrift wichtig. Mach dir lang genug Gedanken, wie dein fertiges Teil heißen soll. Winterschal oder Dreieckstuch sind doch sehr allgemein. Ich gebe größeren Teilen gerne Namen, viele meiner Dreieckstücher haben Namen und die meisten meiner Mandalas und Traumfänger ebenso. Wenn dir gerade kein Name einfällt, schreibe erst mal die Anleitung fertig, oft kommt ein passender Titel von ganz alleine zu dir.
Bevor du schreibst, wie gehandarbeitet wird, solltes du die benötigten Materialien möglichst detailliert angeben. Hebe dir eine Zeit lang die Woll- Banderolen auf. Schreibe den Namen, die Farbe, die Lauflänge und die Zusammensetzung auf. Gelegentlich habe ich sogar alles fotografiert, also Wolle, Häkelnadel und Schere wie z. B. hier:

Dein Text

Schreibe nun, wie dein Häkelstück oder auch dein Strickstück beginnt, Reihe um Reihe oder Runde um Runde. Jeder einzelne Arbeitsschritt mit einem Bild belegt. Dieser Teil ist langwierig, er sollte genau und gründlich sein, aber schließlich ist er das Herzstück deines Textes. Ich habe im Lauf der Zeit manche Dinge verändert. Eine Zeit lang habe ich in Tabellen- Form geschrieben, also links Text, rechts das Bild. Das habe ich wieder aufgegeben, jetzt habe ich unter jeder Reihenbeschreibung direkt das passende Bild.
Wenn du Sätze oder auch Teile davon ausschneidest, kopierst und wieder einfügst, achte sorgfältig darauf, dass hinterher der zusammengefügte Satz passt, also lesbar ist. Wenn eine Stelle knifflig ist, also für den Handarbeiter, erleichtere ihm die Arbeit durch mehrere Bilder oder auch einen Satz extra, wie z.B. an dieser Stelle bereiten wir xxx vor.



Die Ausgestaltung

Die Anleitung hat inhaltlich alles, was es braucht, damit dein Kunde es nacharbeiten kann. Wenn alles richtig ist, solltest du noch einen Moment für die Gestaltung erübrigen. Mir persönlich ist das wichtig.
Fettdruck: markiere alles fett, was wichtig ist, z.B. Reihe oder Runde oder auch am Anfang, Größe, Material, Maschen
Wenn mein Produktbild die richtige Größe hat und der Text komplett ist, dann schiebe ich noch ein wenig Text und Bilder, dass sie schlüssig aufeinander folgen, und nicht halbe Seiten leer sind. Bilder kannst du um wenige Prozent kleiner machen, damit es passt. Wenn du gerne mit den Werkzeugen hantierst, die Word bereit hält, dann kannst du auch kleine Text- Wölkchen einfügen oder einige Passagen farbig machen. Da verwirklicht sich jeder so, wie er es mag. Ich persönlich bevorzuge schlichte Gestaltung in übersichtlicher Optik.
Am Ende meines Textes steht mein Logo und als Link eingefügt alle meine wichtigsten Social Media Accounts. Und natürlich auch der Link zu meinem Blog.
Das habe ich im Laufe der Zeit auch mehrmals geändert und angepasst.

Vorlage

Nach der 5. oder 6. Anleitung solltest du dir eine Vorlage erstellen. Denn jetzt weißt du, was in allen Texten immer wieder vorkommt. Überschrift, Materialien, Logo und Kontakte.
Vielleicht hast du an bestimmten Stellen Standardsätze eingefügt, die immer gleich sind, dann können die ebenfalls in die Vorlage. Ich habe beste Erfahrungen mit Vorlagen gemacht.

Das war es von mir. Ich hoffe, ich habe dir viel nützliches beschrieben, das du auch anwenden kannst. Bei Fragen oder Themenwünschen kannst du diese gerne in einem Kommentar hinterlassen.
Schließlich sollst ja auch du immer im Flow bleiben.

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Anleitungen schreiben, Teil 1

Vielleicht bist du ja ein Leser meiner Blogartikel und denkst dir, Anleitungen schreiben könnte ich auch.
Dann helfe ich dir weiter. Zuerst ist es ja die Idee, die dich umtreibt, also sie spukt immer wieder durch deinen Kopf und will dich nicht loslassen. Das ist schon einmal gut. Leugne diese Idee nicht und rede sie dir nicht aus, auch wenn du noch keinen Plan hast, ist dieser Wunsch wichtig und sollte nicht überhört werden.
Andere Teile deines Bewußtseins flüstern dir vielleicht zu: ach, das kannst du ja gar nicht, oder das machen so viele Leute, was willst du denn auch noch dazwischen. Diese Stimmen gilt es zu ignorieren. Setz dich hin und mach statt dessen einen Plan.

Es muss kein ausgereifter Business- Plan sein, für den Anfang genügt ein wildes Zusammenschreiben der Dinge, die zu deinem Thema gehören. Und nimm alles, was dein Gehirn oder dein Herz ausspuckt. Nicht nur Fakten, auch Gefühle. Das könnte etwa so aussehen.



So sieht es bei mir aus

Um dir zu erzählen, was alles nötig ist in der Praxis, musst du wissen, was deine Motivation ist und auch, wo es hinführen soll. Wenn du berühmt und vermögend werden willst oder deiner Familie zeigen willst, wie talentiert du eigentlich bist, bist du schon auf einem guten Weg.
Vielleicht macht es dich stolz, einen geschriebenen Text veröffentlicht zu sehen, den andere Leute kaufen. Das ist gerade in unserer digitalisierten Welt sehr einfach zu erreichen.
Denk daran, das ist ein langer Weg, der viel Energie und Durchhalten benötigt. Damit dein Ziel dir nicht zu groß wird, teile es auf in kleine Schritte, die du leichter bewältigen kannst. z.B.: 5 Anleitungen schreiben im kommenden halben Jahr. Das erscheint zunächst machbar. Gut, wenn du es auch schaffst. Falls du wesentlich schneller bist als deine Vorgabe, dann ändere dein Zwischenziel in: 5 Anleitungen in 2 Monaten.

Es ist völlig egal, auf welchem Anleitungs- Portal du veröffentlichst, das Kernstück ist immer eine PDF.
Diese Abkürzung bedeutet Portable Dokument Format. Jedes Schreibprogramm kann einen fertigen Text in eine PDF umwandeln. Dieses Format ist international gültig, überall lesbar und kann im Nachhinein nur schwer geändert werden. Wenn deine Anleitung fertig ist, alle Bilder drin sind und du nach mehrmaligem Lesen einverstanden bist, dann mach eine PDF draus. Der Original Word- Text bleibt dir natürlich erhalten. Auch Textprogramme von Open Office wandeln um in PDF.

Download von pixabay

Es gibt viele Online- Portale, die Anleitungen anbieten. Schau dir alle an, und lies deren Kapitel, in denen es darum geht, bei ihnen Anleitungs- Designer zu werden. Vorraussetzungen, Bildgrößen und noch so einige Fakten, die du dann auch akzeptieren mußt.
Ich habe bei crazypatterns angefangen. Inzwischen bin ich sehr gerne bei myboshi.
Beginne mit einer kleinen Anleitung, also etwas, das jeder selber in kurzer Zeit nacharbeiten kann. Entscheide dich für einen angemessenen Preis und stell es online. Wer auf dich aufmerksam wird, kannst du noch gar nicht abschätzen, aber du kannst zunächst einmal sehr stolz auf dich sein: deine erste Anleitung ist online, dein erster Schritt ist getan auf einem Weg, der dich dahin führen kann, wo du nicht dachtest, dass da ein Weg ist.

Wie es dann weitergeht, das schreibe ich im nächsten Artikel. Wichtig ist ja, dass du begonnen hast und damit bist du genau richtig, du bist dann im Flow.

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Bloggen als Video

Wer mich kennt und hier regelmäßig liest, weiß, dass ich neben dem Kreativ- Sein auch gerne schreibe. Als ich entdeckte, was Blog bedeutet, war es genau richtig für mich. In mehr oder weniger großen Abständen schreibe ich darüber, was mich bewegt, vor allem in meinem Leben als Designerin.

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Und um meine Fähigkeiten noch zu optimieren schaue ich immer wieder bei Youtube rein. In letzter Zeit finde ich da öfter mal Videos die sich Podcast nennen, also eine lose Folge aus Filmen, in denen die Handarbeiter über ihre Tätigkeit sprechen und ihre angefangenen und fertigen Werke zeigen.


Klar, ich bin immer neugierig auf Neues. Und sah mir verschiedene Videos an, sogar Männer waren darunter. Allen gemeinsam ist, sie sprechen über das Stricken, ihren Alltag beim Handarbeiten und auch darüber, wie gut und schnell sie bei den verschiedensten Projekten voran kommen.
Das brachte mich auf die Idee, es auch mal zu probieren. Denn über das Häkeln sprachen nicht so viele. Auch nicht, welche krummen und verschlungenen Wege kreative Ideen gehen und von welchen Alltagsmomenten sie gespeist werden.
Das für mich besondere waren die Zahlen, die unten drunter standen:
Diese Zahlen haben mich zum Nachdenken gebracht. Ein Video, das seit 1 Tag online steht und das schon mehr als 2000 mal aufgerufen wurde. Dazu eine Abonnenten Rate von mehr als 3000. Also scheint es ein Thema zu sein.
Es interessiert die Menschen draußen in der Welt, wie der Alltag bei Handarbeitern aussieht. Vielleicht fühlen sich einige, als wären sie selbst dabei.

Vielleicht nicht ganz so kompliziert.

Ich habe schon einen Kanal bei Youtube und ich zeige dort, wie gehäkelt wird. Ich bin immer noch nicht auf der Ebene, in der Werbung eingeblendet wird. Wenn ich jetzt, wie all die anderen auch Videos machen würde, indem ich über mein wichtigstes Hobby sprechen könnte, bekäme ich da mehr Feed?
Eine Frage, die mich lange umgetrieben hat. Dann noch der uralte Konflikt, mit dem ich nicht alleine bin: Will ich wirklich vor die Kamera und kann ich das auch?
Ich schaute mir über Wochen die Videos der anderen an, aber nicht nur, um für mich die richtige Form zu finden oder gar, um jemanden nachzumachen. Mir waren andere Fragen wichtig: wie sitzen sie, wie gliedern sie, was sie erzählen wollen, wie sieht der Hintergrund aus, und wie geht das technisch.
Nach diesem vielen Zuschauen hatte ich einige Basics beieinander:


-Zwischen 30 und 50 Minuten, viel länger sollte kein Video werden
-Strukturierter Ablauf, eventuell mit Notizen dazu
-Alles, was ich zeigen will, lege ich mir in Reichweite, so brauche ich weniger Zeit für Schnitte im Video.
-Lachen nicht vergessen und gelegentlich einen Witz machen, ausschließlich über mich
-Authentisch bleiben und von mir und meinen Erfahrungen berichten.

Und so sieht es dann bei mir aus.

Die ersten Videos sind bereits online, sie leiden ein wenig an geringer Reichweite und ich verbessere jede neue Folge.
„Geschichten aus meiner Häkelwerkstatt“ heißt die Serie, und bereits 4 Episoden stehen auf meinem Kanal online bereit.
Und hier findest du meinen Kanal.

Mach es wie ich: bleib im Flow

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myboshi

Die Zeit davor

In der Zeit, als ich begann, systematisch für die Weihnachtsmärkte zu stricken, begegneten mir immer wieder mal Mützen. Mützen kannte ich, konnte ich stricken, doch dann sah ich erstmals auch gehäkelte Mützen. Eine Kundin und erzählte mir, jetzt gibt es doch diese neuen Mützen, die heißen Boshi und die werden von Studenten gehäkelt.

Meine Neugier war geweckt

Die Frau empfahl mir das Mützen- Häkel- Buch. Klar,dass ich mir das kaufte.
Es heißt „Myboshi Mützenmacher“ und du bekommst es auf der Homepage von MyBoshi.
Und ein Stück weit hat es meine damalige Welt verändert. Ich fraß mich gierig durch den Text beinahe jeder Anleitung und ich häkelte ganz viele nach. Mein Sohn und seine damalige Freundin, jetzt Ehefrau, standen mir gerne für Bilder zur Verfügung. Seit ich sie kenne, hat sie schon viele Mützen von mir getragen.

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Und in der Zeit, als Mützen von beinahe jedem Menschen getragen wurde, hatten wir Frauen, die wir gemeinsam den Stand auf dem Weihnachtsmarkt betrieben, für fast jeden Geschmack unserer Kunden die passende Kopfbedeckung.
Das mit den Mützen wurde dann weniger und ich begann, auch andere Dinge zu häkeln. Aus mir, einer seit der Jugendzeit strickende Frau, wurde eine Häklerin.
Ich bin ganz sicher, die beiden „Jungs“, die die Boshi Mützen erfunden hatten, haben mich dazu inspiriert.

Ich häkelte immer mehr und begann, Anleitungen zu schreiben

Was ich wo in der Welt und im Internet veröffentliche, habe ich in diesem Beitrag zusammengefasst.
Schreiben für eine Zeitschrift und für 2 Anleitungs- Plattformen…. lange dachte ich, das ist genug. Meine Schwiegertochter, die von mir eine Frühlingsmütze wollte, brachte mich dazu, bei Google den Namen Boshi einzugeben. Die Internet Seite, die dann erschien, war richtig gut gemacht. Ich hatte mich länger gar nicht beschäftigt mit Boshi- Mützen. Hier ist erstmal der Link zu www.myboshi.net

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Ich verbrachte viel Zeit auf der Seite. Es gibt Wolle zu kaufen, Zubehör, komplette Pakete mit Wolle und Anleitungen, selbst den Mützenkonfigurator gibt es noch. Da können die Menschen, die nicht handarbeiten , eine Mütze in einem bestimmten Design in ihren Wunschfarben kaufen. So etwas kann ich mir auch vorstellen für meine Traumfänger….
Und für alle, die immer noch nicht handarbeiten können, aber neugierig sind, es zu lernen, gibt es die Abteilung Boshi Wissen, darin ein Blog und ein Lexikon, jedes übersichtlich nach Themen geordnet.
Die ganze Story von 2 Studenten, die in Japan waren und dort von einer Spanierin gezeigt bekamen, wie man(n) Mützen häkelt und wie daraus eine Firma entstand, die im DIY Bereich nicht mehr wegzudenken ist, all das kannst du auf ihrer Seite lesen.
Und das sind sie:
Felix Rohland und Thomas Jaenisch. Mittlerweile ist myboshi eine GmbH

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Nachdem ich alles gelesen hatte und mich fühlte, als hätte ich 2 alte Freunde wiedergefunden, las ich, dass sie Anleitungs- Designer suchen. Der Satz:

Wir habe die Kunden, du die Ideen

brachte mich dazu, ich glaube innerhalb von wenigen Tagen, die ersten Anleitungen hochzuladen. Ich freue ich sehr, dabei zu sein. Bei Facebook haben wir eine Designer- Seite, da gibt es immer Support für uns. Und neue Ideen und Veränderungen begonnen oft genau da. Ich habe dann immer das Gefühl, ich kann aktiv an der Gestaltung und Verbesserung der Seite mitarbeiten. Das gefällt mir.
Ich habe mich auch für ein Portrait über mich beworben und bekam einen Artikel im Blog, der mich, meine Arbeit und meinen Shop vorstellte. Hier ist er

Das ist mein Shop bei MyBoshi . Schau vorbei, lass dich inspirieren und hinterlasse gerne einen Kommentar.
Mach es einfach wie ich, bleib im Flow

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Ute’s Feenstübchen

Heute schreibe ich über Ute, eine Bekannte, die häkelt, so wie ich. Doch sie macht ganz andere Dinge, die ich sehr faszinierend finde.
Deswegen stelle ich sie euch heute vor. Ute- in diesem Fall genügt der Vorname.

Stricken konnte sie schon seit ihrer Kinderzeit, irgendwann wechselte sie dann zum Häkeln, sie brauchte neue Herausforderungen. Und dann nicht einfach Topflappen oder Kissenbezüge, nein, es waren die kleinen zarten Deckchen aus dünnem Garn, die auf alten Möbelstücken liegen.

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Schließlich hatte sie gute Augen und geschickte Finger, da waren sogar Deckchen aus Nähgarn kein Problem für sie. Gestern sagte sie mir, das Häkeln, das wirklich konzentriert sich auf diese Arbeit einlassen,  hat sie davor bewahrt, durchzudrehen, als sie erfuhr, dass ihr Mann schwer krank war. Sie hat ihn begleitet auf seinem Weg und muß jetzt ohne ihn leben. Das stelle ich mir sehr schwer vor, aber sie hat mit ihrer besonderen „Meditation“ die Ruhe und Stärke bewahrt, die nötig ist, das alles auszuhalten. Davon abgesehen hat sie wunderbare Kinder, die ihr ebenfalls zur Seite stehen.

Die Deckchen waren ja nur die Grundidee. Daraus ihre Feen zu gestalten, mit einem kleinen Kopf aus Holz und mit dünnen Beinchen, das war das eigentlich Neue bei dieser Arbeit. Jede einzelne Fee bekam so ihre ganz eigene Persönlichkeit.

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Als sie mir alles vor Monaten zeigte, war ich völlig begeistert und riet der Ute, ihre kleinen, zarten Gestalten der Welt zu präsentieren. Ute ist nicht so sicher im Internet,
da hat  ihre Tochter sie tatkräftig unterstützt.
Gemeinsam habe sie den Namen Ute’s Feenstübchen ins Leben gerufen. Ihre Tochter hat all die wunderbaren Bilder gemacht und nun hat sie einen Shop bei dawanda und einen Account bei Instagram. Und jede einzelne Fee oder Ballerina hat einen eigenen Namen.
Schaut selber, was sie alles für wunderbare Feen eingestellt hat.

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Und hier ist meine eigene Fee, ein Geschenk zum Geburtstag.

Macht es wie Ute- bleibt im Flow.

 

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Ria’s Wolle und mehr…..

Ihr Lieben.
Heute schreibe ich über eine sehr nette Frau, die ich im Urlaub kennengelernt habe. Sie heisst Ria Gemmeke und ist Inhaberin eines Woll- Ladens in Bad Sooden-Allendorf in Nordhessen.
Wie alle erfolgreichen Unternehmer hat sie die ersten Gründungsjahre in ihrer Garage verbracht. Das war 1987.
Ihr 1. Ladengeschäft in Bad Sooden-Allendorf bekam sie 2001. Selbst diesen Laden kenne ich noch gut. Der war sehr klein, aber Frau Gemmeke hatte zu jedem Zeitpunkt den Überblick, und was noch viel wichtiger war: sie konnte die Wünsche ihrer Kunden fast immer erfüllen.
2012 ist sie in ihren jetzigen Laden gezogen. Der ist erst einmal unauffällig, doch es steht eine Figur aus Holz davor, die ein gestricktes Hochzeitskleid trägt.
Der Laden heißt Ria’s Wolle und mehr und ihr findet ihn in der Weinreihe 19
in Bad Sooden-Allendorf.

DSC01827Das ist eine Holzfigur, direkt vor dem Ladeneingang, größer als die meisten Männer. Das Kleid ist gestrickt. Leider haben mal Randalierer die Knöpfe im Brustbereich abgerissen. Trotzdem bleibt es sehr besonders.

 

DSC01824

Ria Gemmeke. Sie ist immer freundlich und hilfsbereit und sie versteht es, Kunden, die noch gar nicht wissen, was sie möchten, da hin zu führen, wo sie hin wollten.

Die Fülle an Wolle scheint fast den Laden zu sprengen, aber Frau Gemmeke weiß immer, welche Wolle da ist, was wozu passt, was gerade angesagt ist und welches Handwerkszeug am Besten ist.

Diesen kleinen Bericht habe ich letzten Sommer bei Facebook veröffentlicht, doch am vergangenen Wochenende habe ich sie auf der h+h cologne getroffen. Sie und ich und unsere Begleiterinnen waren auf der Suche nach Wolle, Ideen und Inspirationen. Da habe ich ihr versprochen, einen Blog- Artikel zu schreiben, weil sie nicht bei Facebook ist.

Und nach der Begegnung mit ihr wurden meine noch nicht ganz konkreten Urlaubspläne auf einmal deutlich und klar: Im August komm ich wieder.

So bleibe ich auch im Urlaub im Flow.