Allgemein · Nachdenkliches · Was Lustiges

Wenn meine Schneiderpuppe rebelliert

Es begann im letzten Sommer, der ja so lange so heiß war. Ungeachtet der nicht schwindenden Wärme, begann ich schon wieder herbstliche Tücher zu häkeln.
z.B. Autumn Seaside

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Die Anleitung zum Autumn Seaside gibt es hier
Und wie ich das schon seit langen mache, drapiere ich das Tuch foto- und werbewirksam um die Schultern meiner Schneiderpuppe, die ich liebevoll Püppie nenne. Danach strickte ich einen fast fertigen Loop zuende und warf ihn ihr ebenfalls über. Also nur zur Aufbewahrung. Und dann kam es zum Eklat. Ich zitiere die Geschichte einmal wörtlich aus meinem Facebook- Post, den ich in meiner Not schrieb.

Crochetta- Häkeldesign
Gepostet von Andrea Stertz12. Oktober um 19:05

Also ich muß das jetzt mal loswerden:
Ich lebe ja alleine, bis auf meine Schneiderpuppe. Die steht immer still in der Ecke rum, lässt sich an- und ausziehen und auch fotografieren.
Doch heute- liegt es am Wetter?- beginnt sie zu rebellieren.
Erstens sagt sie: „Ich gehöre dir nicht, ich bin eine Leihgabe“.
Ok, da hat sie recht, meine langjährige Strick- Freundin hat sie mir geborgt, und jetzt ist sie immer noch da.
Und zweitens: „Ich habe es satt, bei dieser Hitze unter dem Herbsttuch und einem darüber geworfenem Loop zu schwitzen“.
-Schneiderpuppen schwitzen???-
Drittens sagt sie, „ich will Strand- Feeling, ich will den endlich fertig gehäkelten Strand-Poncho tragen, am Liebsten mit Bikini drunter.“
Jetzt werde ich ungeduldig. Bikini geht nicht, hab ich nämlich nicht.
Meine Püppie regt sich echt auf, stampft mit dem Fuß, und da das auch nicht wirklich geht, kippt sie mir einfach in die Arme.
Ich hole den Strand- Poncho, eine Auftragsarbeit und eine Überraschung auch noch dazu. Als ich ihn überziehe, kommt er erst richtig zur Geltung. Irgendwie hatte Püppie recht. Beim Fotos machen mischt sie sich schon wieder ein.
Sie sagt: „Die Leselampe nebendran ist bereit, als Arm zu fungieren, nur fürs Bild“.
Ok. Noch ein Bild und eine weitere Drehung, dann ist alles im Kasten.
Seitdem ist Ruhe bei mir. Vielleicht sollte ich mal wieder raus gehen und andere Menschen fragen, wie sie so mit ihren Einrichtungsgegenständen kommunizieren…….

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Dieser Kaftan war ein Geschenk für meine Schwester, sie hatte es sich gewünscht. Und ich habe es aus Lana Grossa 365 Cotone gehäkelt nach der Anleitung aus dem Heft Filati, ein Sommerheft. Leider habe ich kein Datum gefunden, ich gehe aber davon aus, dass es von 2018 ist.

Ok, das war mit viel Schalk im Nacken und auch nicht wirklich ernst gemeint. Viele Menschen habe ich unterhalten damit, das ist das wichtigste. Und- ich gehe mit meiner Schneiderpuppe einfach respektvoller um. Eine Frau hat mir bei Facebook erzählt, dass ihre Puppe nicht mehr so „nackt“ unter filigranen Tüchern aussehen will, die bekam ein Kleid.
Heute ist gerade mein Tuch Martinus fertig geworden, und bevor ich das meiner Püppie übergehängt habe, habe ich zunächst ein  T-shirt von mir gesucht.
sie hat nur gebrummelt: „Das ist fast zu groß für mich.“
Die ist auch nie zufrieden. Ich schon, so angezogen kommt sie wesentlich seriöser rüber

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Und zum Schluß zeige ich noch das aktuelle Ergebnis des heutigen Shootings:

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Mein ganz neues Tuch Martinus, das findest du hier

Das war es von mir und meiner Püppie, und falls es wieder Neuigkeiten gibt oder Konflikte, an Prügeleien will ich gar nicht denken, … dann werde ich ganz sicher darüber berichten. Und jetzt mache ich weiter.
Mach es wie ich, bleib im Flow

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Wie ich dazu kam, Anleitungen zu schreiben

Die Anfänge

Häkeln und stricken lernte ich in der Schule. Ich hatte eine sehr begabte Strickerin als Mutter. Die war für mich immer ein großes Vorbild, und sie zeigte mir die Dinge, die ich noch nicht kannte.
Als junge Frau arbeitete ich in meiner Freizeit sehr gerne mit Wolle und Nadeln, und als dann meine Kinder zur Welt kamen, wurden auch sie mit vielen Accessoires, wie Mützen, Schals und Pullovern ausgestattet.
Erst nachdem die Familie aus dem Gröbsten raus war, und ich die jahrelange Mitarbeit bei meinem Mann in seinem Gärtner- Betrieb aufgab, war mein Geist frei für neue Ideen.
Eine gute Freundin von mir gab mir die Gelegenheit, bei ihrem Weihnachtsmarkt- Stand mitzuwirken. Das hat viel Spaß gemacht, und erstmals bekam ich auch positive Antworten auf mein Tun.

Häkeln for You

Wieder Jahre später entdeckte ich die damals ganz neue Zeitschrift Häkeln for You. Dank der sehr netten Chefredakteurin dieser Zeitschrift, die an mich glaubte, schrieb ich zum ersten mal einen eigenen Artikel. Eine Anleitung, die geeignet war für Anfänger. Es war ein überwältigendes Erlebnis, meinen geschriebenen Artikel in einer Zeitschrift wiederzufinden.
Daraus wurde eine sehr regelmäßige Tätigkeit, die noch heute fortbesteht.

Häkeln und Stricken for you

Online Anleitungen einstellen

Ich war dann auch mutig genug, für crazypatterns.net zu schreiben. Als Autor hat man immer den Überblick über die geschriebenen Artikel, also welche heruntergeladen werden, welche oft verkauft werden und welche seltener. Mein Shop hier
Im Sommer 2016 entdeckte ich die noch neue Plattform mypatterns. de.

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Auch dort begann ich, einzustellen. Den Shop dazu findest du hier.
Regelmäßig schreiben, bedeutet, mit Plan und Vorsatz strukturiert zu arbeiten. Erst muß feststehen, was ich machen will, dann erfolgt viel Probe- Häkeln mit gleichzeitigem fotografieren, alles überarbeiten, verbessern und ausarbeiten. Und ich gebe zu, manches mal gehört auch das Auftrennen dazu.

Was ich heute alles mache

Anfang 2017 habe ich mein Kleingewerbe angemeldet, inzwischen hatte ich einen schnelleren PC und eine richtige Kamera. Mitte 2017 habe ich noch bei myboshi angefangen und Ende des gleichen Jahres bei ravelry eingestellt.
Dazu gehört auch, mich im Internet zu positionieren. Crochetta Häkeldesign wurde mein Firmenname bei Facebook und danach kam ein weiteres Baby dazu: Anleitungen zeigen auf YouTube. Ach ja, ein Logo durfte nicht fehlen.

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Auch wenn meine Rentenzeit bereits in Sichtweite ist, immer noch gehe ich jeden Tag arbeiten. Davor und danach verbringe ich gerne meine Zeit auf meinen Plattformen und schreibe andauernd weiter an meinen Anleitungen. Noch habe ich viele Ideen, die ich gerne umsetze.
Meine Ideen kommen mir im Alltag, manchmal direkt, nachdem ich ein Projekt fertig gestellt habe. Ich habe sogar schon von neuen Mustern geträumt. Auch Wolle, die ich sehe, schenkt mir manchmal sofort einen Impuls, dem ich bald nachgehe. Und natürlich höre ich gut zu, wenn jemand in meiner Umgebung einen Vorschlag macht, was ich doch machen könnte.

Mein Blog

Dieser Blog ist für mich meine Schreib- Heimat. Hier kann ich über meine Arbeit schreiben, reflektieren, was ich tue oder auch erzählen, wie ich eine Idee umgesetzt habe. Und ganz alltägliche Hindernisse, die jeden Handarbeiter bewegen, kann ich ebenfalls, dann auch gerne augenzwinkernd, zum Thema machen. Im Flow bleiben, wie ich das immer schreibe, ist mein Antrieb und ich wünsche mir, dass ich damit jeden meiner Leser anstecken kann.

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Macht es wie ich- bleibt im Flow.
Eure Crochetta

 

Allgemein

Was zum präsentieren dazu gehört

Meine lieben Leser und Leserinnen.

Wie ihr ja wisst, ist meine Leidenschaft das Häkeln. Ich möchte damit auch andere Menschen begeistern. Dazu gehört unbedingt auch, mich zu präsentieren.
Wie ich meine Werke beim Anleitungen schreiben in Szene setze, das kann ich schon ganz gut, und ich bin immer wieder auch bereit, dazuzulernen.

Wenn ich meine Fans und auch die, die es noch werden sollen, erreichen will auf Facebook z.B. oder auch bei Instagram, dann geht es nur, wenn ich bereit bin, auch Bilder von mir zu veröffentlichen. Das habe ich ja schon getan. Etwa so:

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Doch ich wollte neuere Bilder, schönere und mit mehr Auswahl.

Jede Frau, die gerade mit liest und nicht mehr so jung ist wie die Mädels, die jeden Tag Bilder von sich selber posten, kennt das:
„Oh je, Bilder von mir- damit bin ich nie wirklich einverstanden.“
Das Problem habe ich auch.
Dennoch, ich brauche jemanden, der Bilder von mir macht.
Und nach langem Suchen fand ich mehr durch Zufall und gute Kontakte diesen Mann, der es übernahm, Fotos von mir zu schießen. Der tut das beruflich, deshalb steckt in seinem Namen zugleich der Link zu seiner Facebook- Seite.

Kunibert Ständer

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Ja, und was soll ich sagen- es kommt nicht nur auf die Person an, die Bilder von sich selber möchte. Der Mensch, der fotografiert, ist mindestens genau so wichtig, wenn es gut werden soll.
Ich muss dazu sagen, der Kunibert und ich kannten uns vorher nicht, wir lernten uns erst kennen, als er mich zu Hause besuchte. Während er die Kamera auf mich richtete, fragte er mich nach meinem Hobby…. Tja, und da hatte er mich.
Ich lächelte sehr viel, meine Augen strahlten und auf den Bildern kam ich sehr sympathisch rüber.

Er erreichte eine Akzeptanz meiner eigenen Bilder von beinahe 90 %, das ist viel für eine Frau und das hat mich echt gefreut. Und ich brauche mich nicht für 2 oder 3 Bilder zu entscheiden, sondern bekomme alle. Ein echt guter Deal.
Kann ich nur jedem empfehlen.

Macht es wie ich: bleibt im Flow

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Es ist nicht immer leicht, sofort eine passende Anleitung zu finden

Du hast Wolle und willst etwas handarbeiten und du fragst dich: Wie finde ich die passende Anleitung?

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Von diesem Punkt ausgehend, musst du die Möglichkeiten, die du hast, gezielt verfolgen und dir verschiedene Fragen stellen:
Was will ich häkeln oder stricken?
Wird die Wolle, die ich habe, dazu überhaupt reichen?
Wo finde ich die passende Anleitung?

Ich geh davon aus, du hast eine Idee und auch schon die Wolle. Deshalb beschränke ich mich einmal auf die letzte Frage und stelle sie neu:

Wie finde ich die passende Anleitung?

Ich bin mir sicher, du hast Bücher und auch Illustrierte zu Hause zum Thema Handarbeiten. Das sind die ersten Impressionen, über die du verfügst. Selbst wenn du die Hefte ungeduldig in die Ecke wirfst und die Bücher enttäuscht wieder in die Regale stellst, ist eins klar: Es ist keine Idee dabei.
Gut, ja gut, denn dann kannst du weiter suchen. Ich bleibe noch bei den Zeitschriften. Der nächste Zigarren- oder Bücherladen um die Ecke kann dir auch Inspirationen liefern. Wenn du freundlich nachfragst, ob du einmal etwas blättern darfst, kann es sein, dass du da schon etwas passendes findest. Und- dann solltest du das Buch oder Heft auch kaufen.

Internet- Recherche

Als nächstes durchstöberst du die unendlichen Weiten des Internets. Ich gebe dir einmal ein Beispiel: Du möchtest dir eine sommerliche Tunika oder ein Shirt häkeln. Du hast Wolle, die sicher reicht, hast aber nur ungenaue Vorstellungen, welches Muster dir gefallen könnte. Bei Google kannst du das Suchwort Tunika häkeln eingeben. Dann erscheinen unübersichtlich viele Seiten, ich finde, nur eine ist wichtig „Bilder zu… “ Da schaust du rein. Über Bilder entscheidet dein Gehirn am schnellsten und deutlichsten, was du magst. Dann kannst du nach und nach die verschiedenen Bilder anklicken und schauen, was sie im Hintergrund zu bieten haben. Meistens Verweise auf Seiten oder auf Portale. Und so tastest du dich vor, bis du deinem Ziel näher kommst.

Anleitungs- Portale

Hier gebe ich dir Links zu Anleitungs- Portalen, wenn du gezielter suchen möchtest.

Drops Design   Da gibt es sehr sehr viele Anleitungen kostenlos. Es lohnt sich, hier ein wenig Zeit zu verbringen. Mit einer eleganten Suchfunktion kannst du die Übersicht behalten.

Crazypatterns   Ein riesiges Portal nur für Anleitungen. Es gibt kostenlose und kostenpflichtige Anleitungen als Download. Ich habe bei diesem Portal begonnen, meine Anleitungen zu veröffentlichen.

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Ravelry  Das internationale Portal für Anleitungen, einige nur in englisch erhältlich, auch viele kostenlos. Einloggen und einen Account erstellen, erschließt dir sehr viele Möglichkeiten.

MyPatterns. Erst seit kurzem dabei, aber doch immer verbreiteter. Ein Anleitungs- Portal aus Deutschland. Auch da bin ich dabei.

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myboshi. Die Jungs, die Mützen häkeln können, haben ein sehr großes und beliebtes Anleitungs- Portal kreiert. Es bietet einiges mehr als nur Anleitungen, auch viele Blogbeiträge helfen vor allem Anfängern weiter. Dort bin ich erst mit wenigen Anleitungen selber dabei. Hier habe ich einen kompletten Beitrag über myboshi geschrieben.

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Das sind nur die wichtigsten Möglichkeiten, die auch ich immer nutze. Und wenn du facebook nutzt, hat fast jedes meiner vorgestellten Portale auch eine Seite dort. Das ist immer gut für erste Informationen.

Ich bin sicher, du wirst fündig. Ganz wichtig ist, behalte die Geduld und bleibe immer im Flow.
Und wenn du Spaß daran hast, schicke mir einen Kommentar. Deine Crochetta.

Allgemein

Öffentlichkeits- Arbeit. Wie ich mich mit dem Internet verbinde

Handarbeit hat sehr lange Zeit im verborgenen geblüht. Doch mittlerweile ist die ganze Welt dabei, sich miteinander zu vernetzen.

Wenn ich also Anleitungen schreibe und veröffentliche in der Zeitschrift Häkeln for you und  bei Crazypatterns , mittlerweile auch bei MyPatterns und myboshi,dann muß ich trotzdem auch noch Werbung machen. Eben

Öffentlichkeits- Arbeit

Mir war das lange nicht klar, aber mein Sohn, der nicht locker ließ, überredete mich, auf Facebook eine Seite zu erstellen. Gut, eine Seite habe ich schon, da geht es um mich, meine Interessen und um das, was ich mit meinen Freunden teile. Doch er erklärte mir das so:

Mit einer Seite bei Facebook outest du dich mit deiner Passion oder deinem Geschäft oder deiner Kunst. Das ist immer öffentlich, das soll viele Menschen erreichen. Deine persönliche Seite bleibt dabei erhalten, da kannst du dich mit interessierten Leuten befreunden.

Da ich schon ein Stückchen älter bin und noch Erinnerungen habe an Zeiten ohne Internet, fragte ich: „Also facebook ist die Werbetafel vor meinem Laden? “ Genau, antwortete er, nur eben weltweit.

Jetzt hatte ich verstanden und wir gingen mit viel Interesse daran, für mich eine eigene „Site“ zu erstellen. Es war kein Geschäft, noch nicht einmal eine Geschäftsidee, nein ich war Künstlerin und als solche begann ich, mich einzurichten: Name, Profilbild, Seitenbild, verschiedene nützliche Angaben, ich wusste ziemlich schnell und genau, wie es aussehen sollte.

Und als mein Sohn dann sagte, ich sollte mindestens ein mal pro Woche eine Beitrag schreiben, da hatte ich überhaupt keine Bedenken. Schreiben kann ich mindestens so gut wie häkeln. Und durch das Bloggen hier habe ich sehr viele praktische Erfahrungen gesammelt, die ich weiterhin nutzen kann.

Auf meiner Facebook- Site kann ich sogar etwas wie das abgebildete Mini- Mandala vorstellen und zugleich die Diskussion anregen, wie ich diesen Prototyp noch verbessern und verändern kann.

Öffentlichkeits- Arbeit

Ich habe sogar einen kleinen Teil meiner Urlaubs- Eindrücke, vor allem die, die mit dem Handarbeiten zu tun hatten, direkt als eigenen Beitrag gepostet.

Ich stelle vor:

Crochetta Häkeldesign bei Facebook

Und so vernetze ich mich langsam, aber stetig mit der Welt, damit ich alle erreiche, die ich mit meinen Arbeiten inspirieren kann. Und wie immer empfehle ich allen, die kreativ arbeiten, bleibt im flow, das ist das wichtigste.

Eure Crochetta