Allgemein · Für Anfänger

Was du alles brauchst, um mit dem Häkeln zu beginnen

Ich brauche all die Dinge, die jedem , der häkelt und strickt, bekannt sind. Womöglich lesen diesen Blog auch Anfänger, die meist auch Suchende sind, gewissermaßen Entdecker in der weiten Welt des Netzes.
Heute wende ich mich einmal an die Anfänger. Häkeln ist wunderschön, entspannend, beruhigend und auch beflügelnd. Dennoch… einige sehr praktische Hilfsmittel sind unerlässlich.

Wolle

Häkelarbeiten werden aus Wolle gefertigt, von sehr dünnem Garn bis zu ganz dickem Garn, das aus Stoffresten gefertigt ist. Entscheidend ist erstens: was will ich machen? und zweitens: gefällt mir die Farbe? Ein weiterer Punkt ist auch: wie fühlt es sich an? Es ist sogar möglich, dass Wolle zuerst gekauft wird, weil die Farbe so schön ist und weil sie sich  wunderbar anfühlt. Auch das ist in Ordnung. Das Objekt, das genau zu der Wolle passt, kommt dann sehr bald von alleine dazu.

Was du alles brauchst, um mit dem Häkeln zu beginnen

Häkelnadeln

Die Nadeln sind ein riesiges Kapitel. Wichtig ist, einige zu haben in den üblichen Standard- Größen. In Deutschland beginnen sehr dünne Nadeln für die Filethäkelei bei der Nr. 1. Baumwolle für Mandalas, wie ich sie entwerfe, kann man mit der Nadel 2,5 bis 3,5 verwenden. Viele Kleidungsstücke werden mit der Nadel 4 gearbeitet, Mützen werden, je nach Art der Wolle, mit der Nadel 6 bis 8 gehäkelt, ebenso viele schwere Decken, wie z.B. meine Sofadecke bei crazypatterns .
Häkelnadeln müssen ausprobiert werden. Es gibt dünne und welche mit ergonomischem Griff. Auch die Beschaffenheit des Materials ist sehr unterschiedlich. Da hilft nur: ausprobieren, wie die Nadel in der Hand liegt und wie die gekaufte Wolle sich verhäkeln läßt.

In manchen Discountern findest du fertige Pakete, da ist Wolle drin und meistens auch eine Häkelnadel. Der Anfänger, der noch kein oder sehr wenig Werkzeug hat, kann direkt loslegen. Einige meiner Häkelnadeln habe ich auch aus solchen Packungen.
Inzwischen gibt es ziemlich viele Häkelnadeln, einen kleinen Ausschnitt siehst du hier auf dem Bild.

Was du alles brauchst, um mit dem Häkeln zu beginnen

alles andere

Was Handarbeiter auch  noch brauchen, sind: eine Schere zum Fäden abschneiden, mehrere verschieden große Stick- und Stopfnadeln, um die Fäden zum Schluß zu vernähen. Manche Menschen benutzen Maschenmarkierer, die das zählen erleichtern. Ein Maßband oder Lineal sind auch wichtig. Ich habe sogar immer ein Heft und einen Stift griffbereit, aber ich kreiere ja auch ständig neue Ideen

Zeit, Ruhe, eine Tasse Kaffee und einen „flow“

Diese Dinge sind auch wichtig. Handarbeiten soll ein Ausgleich sein zu dem, was man sonst beruflich tut. Und wenn die ersten Hürden überwunden sind, also der Anschlag, das Maschen-Zählen und das Muster können…. dann entsteht der Flow, der dich mit sanften Schwingungen durch deine Tätigkeit führt.

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So sieht es oft bei mir aus, wenn ich etwas neues ausprobiere und auch gleich mitschreibe.

Also mach es wie ich, bleib im Flow, besonders wenn du anfangen willst.

P.S. Bildquellen: pixabay und meine eigenen

Allgemein · Nachdenkliches

Häkeln ist mehr als nur ein Hobby

An manchen Tagen bin ich nicht rastlos am häkeln, am schreiben und am posten meiner Arbeiten. Da bin ich nachdenklich, weil ich vielleicht in meiner Umgebung oder auch in meiner Familie Dinge erlebe, die es verdient haben, dass ich darüber nachdenke.
Ich fühle mit, ich möchte helfen, und ich weiß genau, das geht gerade nicht.

Auch in diesen Momenten ist häkeln gut für mich. Wenn das jemand liest, der strickt, webt oder näht, natürlich gilt das für jeden handarbeitenden Menschen.
Unvollendete Dinge sind genug da. Ich nehme gerne das, das kurz vor der Vollendung steht. Ich mache es mir bequem, mit Kaffee oder Tee und bringe mich mit dem reinen Häkeln, ohne dass ich dabei an das Veröffentlichen denke, in eine Ruhe, die mir Raum und Zeit gibt, meine Gedanken zu sortieren.

Früher haben die Menschen auf der Veranda oder der Parkbank gesessen und nachgedacht. Viele sind am Sonntag in die Kirche gegangen, haben dort gebetet und der Musik gelauscht oder mitgesungen. In unserer heutigen und so rastlosen Welt nehmen sich immer weniger Menschen dafür die Zeit. Viele andere Dinge scheinen wichtiger, die Arbeit, die Verpflichtungen aller Art, der mit Terminen überfüllte Tag, der kaum Raum bietet zum Atem holen.

Vor vielen Jahren war ich häufig in der Kirche, und ich weiß, dass es mir gut getan hat. Gebete begleiten mich immer noch, doch im Häkeln finde ich einen wunderbaren Einklang zwischen den Händen, die von ganz alleine wissen, was sie tun sollen und den Gedanken, die frei fließen können.
Dann trauen sich auch die Gefühle nach oben zu kommen. Manchmal werde ich versöhnlich, wo vorher Wut war, manchmal muss ich sogar weinen, wenn mich etwas berührt. Meine Hände arbeiten fleißig weiter, die Wolle gleitet durch meine Finger und das Häkelstück wächst fast von alleine.

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Irgendwann lache ich ein wenig  über mich selber und bleibe innerlich verbunden mit denen, die es gerade schwer haben. Ich kann dann auch die Häkelarbeit wieder hinlegen und mich um den verpflichtenden Teil meines Lebens kümmern, wie arbeiten gehen, Wäsche waschen oder die Küche aufräumen.
Spätestens am nächsten Tag melden sich meine kreativen Geister wieder und wünschen sich von mir neue Projekte. Da ich mir diese Pause gegönnt hatte, geht es sehr entspannt weiter. Und ich bin weiterhin im Flow, der mich trägt.

Macht es einfach wie ich: bleibt im Flow

P.S. Die Bilder habe ich bei pixabay heruntergeladen